Notfalldose und Notfallkarte: Im Notfall Zeit sparen


Verden/Eslohe (rd_de) – Zwei Konzepte, ein Ziel: Mit der Einführung von Notfall-Informationsblättern soll die Anamnese von Patienten durch den Rettungsdienst vereinfacht werden. Der DRK Kreisverband Verden stellt die Notfallkarte vor, der Caritasverband Meschede e.V. setzt auf die Notfalldose. Durch die Informationsblätter können die Retter schnell erfahren, welche Medikamente eingenommen werden und welche Erkrankungen oder Allergien vorliegen.

Trifft der Rettungsdienst bei einem Notfallpatienten ein, gehört zu seinen Aufgaben, dessen gesundheitliche Vorgeschichte herauszufinden. Doch gerade im Gespräch mit Patienten, die ein komplexes Krankheitsbild aufweisen und mehrere Medikamente einnehmen, können dabei wertvolle Zeit oder sogar behandlungsrelevante Informationen verloren gehen. „In einer solchen Stress-Situation wird oft ein wichtiges Detail vergessen – ganz abgesehen von Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit“, berichtet Christof Hoffmann, Notfallsanitäter auf der Rettungswache Meschede (Hochsauerlandkreis).

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Damit die Rettungskräfte vor Ort schneller handeln können führen zwei Hilfsorganisationen nun Konzepte mit Notfall-Infoblättern ein. „Zudem können die Patienten sicher sein, dass alle wichtigen Informationen über ihre Grunderkrankungen erfasst sind und an die Ärzte in der Notaufnahme kommuniziert  werden“, so Oliver Rautenberg, Leiter des Rettungsdienstes im DRK Kreisverband Verden.

Die Notfalldose

Die Notfalldose ist ein kleiner grüner Plastikbehälter. In ihr befindet sich das Infoblatt, auf dem alle gesundheitsrelevanten Daten eingetragen werden können. Zu finden ist die Notfalldose im Kühlschrank. „Weil den jeder hat und weil er bei jedem Menschen in der Küche steht“, sagt Jennifer Engelhard vom CariBIC (Caritas Betreuungs- und Informationscentrum). Für 2 Euro können Bürger die Notfalldose kaufen. Am 03.08.2017 stellt die Caritas in Eslohe sie vor. Wer sich für eine Notfalldose interessiert, kann sich unter 02973 2507 auch telefonisch an Jennifer Engelhard vom CariBIC wenden.

Die Notfallkarte

Auch auf den Notfallkarten des DRK finden sich ebenfalls alle wesentlichen Daten zum gesundheitlichen Status des Patienten sowie Nummern von Angehörigen oder Betreuern und die Ortsangaben von Patientenverfügung, Klinikberichten und ähnlichem. An einem zentralen und gut sichtbaren Ort kann ein Hinweisaufkleber angebracht werden, der den Rettungskräften verrät, wo sich die Notfallkarte befindet. Die Notfallkarte erhalten Interessenten kostenlos am 04.08.2017 auf dem Stand des DRK Kreisverbandes Verden auf der Stallgasse in Verden.

(03.08.2017; Fotos: Caritasverband Meschede, DRK Kreisverband Verden)

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