Notfalldose und Notfallkarte: Im Notfall Zeit sparen

Verden/Eslohe (rd_de) – Zwei Konzepte, ein Ziel: Mit der Einführung von Notfall-Informationsblättern soll die Anamnese von Patienten durch den Rettungsdienst vereinfacht werden. Der DRK Kreisverband Verden stellt die Notfallkarte vor, der Caritasverband Meschede e.V. setzt auf die Notfalldose.

Durch die Informationsblätter können die Retter schnell erfahren, welche Medikamente eingenommen werden und welche Erkrankungen oder Allergien vorliegen.

Trifft der Rettungsdienst bei einem Notfallpatienten ein, gehört zu seinen Aufgaben, dessen gesundheitliche Vorgeschichte herauszufinden. Doch gerade im Gespräch mit Patienten, die ein komplexes Krankheitsbild aufweisen und mehrere Medikamente einnehmen, können dabei wertvolle Zeit oder sogar behandlungsrelevante Informationen verloren gehen.

„In einer solchen Stress-Situation wird oft ein wichtiges Detail vergessen. Ganz abgesehen von Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit“, berichtet Christof Hoffmann, Notfallsanitäter auf der Rettungswache Meschede (Hochsauerlandkreis).

Die Notfalldose kann helfen, wenn Personen nicht in der Lage sind, dem Rettungsdienst Auskunft über Vorerkrankungen oder benötigte Medikamente zu geben.
Im Lieferumfang der Notfalldose sind ein Notfall-Infoblatt und zwei Aufkleber enthalten. Auf dem Infoblatt können unter anderem Vorerkrankungen, benötigte Medikamente, wichtige Kontaktpersonen sowie Allergien eingetragen werden. Die Aufkleber machen den Rettungsdienst auf die Dose aufmerksam. Foto: M. Rüffer (Bild: Michael Rueffer)

Damit die Rettungskräfte vor Ort schneller handeln können führen zwei Hilfsorganisationen nun Konzepte mit Notfall-Infoblättern  und der Notfalldose ein. „Zudem können die Patienten sicher sein, dass alle wichtigen Informationen über ihre Grunderkrankungen erfasst sind und an die Ärzte in der Notaufnahme kommuniziert  werden“, so Oliver Rautenberg, Leiter des Rettungsdienstes im DRK Kreisverband Verden.

Die Notfalldose

Die Notfalldose ist ein kleiner grüner Plastikbehälter. In ihr befindet sich das Infoblatt, auf dem alle gesundheitsrelevanten Daten eingetragen werden können. Zu finden ist die Notfalldose im Kühlschrank. „Weil den jeder hat und weil er bei jedem Menschen in der Küche steht“, sagt Jennifer Engelhard vom CariBIC (Caritas Betreuungs- und Informationscentrum).

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Die Notfallkarte

Auch auf den Notfallkarten des DRK finden sich ebenfalls alle wesentlichen Daten zum gesundheitlichen Status des Patienten sowie Nummern von Angehörigen oder Betreuern und die Ortsangaben von Patientenverfügung, Klinikberichten und ähnlichem. An einem zentralen und gut sichtbaren Ort kann ein Hinweisaufkleber angebracht werden, der den Rettungskräften verrät, wo sich die Notfallkarte befindet.

(03.08.2017; Fotos: Caritasverband Meschede, DRK Kreisverband Verden)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich interessiere mich für die Notfalldose und die Notfallkarte. Bin durch den Rotkreuz-Spiegel, September, darauf gestoßen.
    Kann ich auch für meine Mutter, 88 J, ein Set bestellen?
    Brauche ich für mich und meine Frau je ein Set, oder reicht eine Dose mit zwei Karten? Bin auf die Antwort gespannt und Dank vorab.

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  2. Hallo Herr Gebke,

    natürlich können Sie beliebig viele Sets bestellen. Jedes besteht aus einer Dose, 2 Aufklebern und einem Notfall-Infoblatt.
    Natürlich können Sie auch zwei solcher Infoblätter in eine Dose stecken, sofern beide entsprechend ausgefüllt wurden. So sparen Sie platz im Kühlschrank und im Notfall kommen die Rettungskräfte trotzdem an die Informationen.

    Die Dose können Sie übrigens bequem hier bestellen:
    https://shop.rettungsmagazin.de/notfalldose

    Viele Grüße aus der Redaktion
    Nils Berthold

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