Steuerzahlerbund prangert RTH-Station an


Köln (rd_de) – Der Bund der Steuerzahler (BdSt) veröffentlicht im neuen „Schwarzbuch – öffentliche Verschwendung“ aktuelle Zahlen zum Bau der Rettungshubschrauber-Station auf dem Kalkberg in Köln. Die bisherigen Mehrkosten entsprächen den Ausgaben für 2.100 einstündige Hubschraubereinsätze.

Im Jahr 2011 berechneten Gutachter die Kosten für eine Rettungshubschrauber-Station auf einer alten Deponie der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk – dem Kalkberg. „Christoph 3“ und „Christoph Rheinland“ sollten dort stationiert werden. Preis für den Bau: 11,34 Millionen Euro. 2013 begannen die Bauarbeiten.

Nachdem zunächst ein Streit mit den Anwohnern vom Zaun gebrochen war, stellten Fachleute 2015 fest, dass der Kalkberg mehrere Zentimeter absackte. Risse im neu gebauten Hangar waren die Folge (wir berichteten).

Zehntausende Tonnen Erdreich wurden daraufhin abgetragen und eine 150.000 Euro teure Aussichtsplattform entfernt. Der Berg sackte anschließend nicht mehr ab.

Doch Gutachter entdeckten weitere Risiken: Eine Kalkschicht, die langfristig zu „weiteren Setzungsfortschreitungen“ führe, und Einschnitte in den Dämmen der Deponie durch die neu angelegte Zufahrtsstraße. Dadurch könne weiterer Kalk aus dem Gelände austreten.

Laut BdSt kosten die Stabilisierungsmaßnahmen dem Steuerzahler bislang rund 7,6 Millionen Euro. Tendenz steigend.

(05.10.2017; Symbolfoto: jojooff/pixabay.com)

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