Drohne behindert Notfalleinsatz von Rettungshubschrauber


Greifswald (DRF) – Als die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 47“ am Samstag (04.11.2017) starten wollte, überflog ein Multicopter die Maschine. Er verhinderte den Start und verzögerte damit einen Rettungseinsatz.

Die Besatzung von „Christoph 47“ befand sich gegen 10 Uhr in Bandelin (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Sie hatte gerade einen Einsatz beendet, als die Leitstelle den Hubschrauber zu einem Notfall auf die Insel Rügen alarmierte. Während der Pilot den Startvorgang einleitete, bemerkte er plötzlich einen Multicopter. In etwa zehn Metern Höhe kreiste er über dem Hubschrauber. Der Pilot brach den Startvorgang unverzüglich ab. Durch die Sogwirkung der Hubschrauberrotoren wäre die Drohne angesaugt worden und hätte den Hubschrauber beschädigen können. Nach mehreren Minuten entfernte sich der Multicopter und „Christoph 47“ konnte abheben.

„Der Überflug einer Drohne über drehende Rotorblätter ist äußerst gefährlich“, warnte Petra Hentschel von der DRF Luftrettung. „Auch wenn es am Samstag zu keinem Schaden kam, wurde unser Start zu einem Notfalleinsatz behindert“, sagte die Pressesprecherin weiter. Dabei zähle oft jede Minute.

(07.11.2017; Symbolfoto: DRF Luftrettung)

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