Rettungsdienst im Kreis Steinfurt wird aufgerüstet

(Bild: (Symbol) Golda Falk/pixabay.com)Steinfurt (pm) – Der Kreis Steinfurt als Träger des Rettungsdienstes hat mit dem Jahreswechsel 2021/22 die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Notfällen verbessert. Nachdem der Kreistag in seiner Sitzung am 13. Dezember 2021 Änderungen des Rettungsdienstbedarfsplans zugestimmt hat, können unter anderem Rettungswagen zu erweiterten Zeiten an zwei Rettungswachen vorgehalten werden.

So wird künftig an der Rettungswache in Ochtrup ein zweiter Rettungswagen stationiert sein, der sieben Tage die Woche zwölf Stunden einsatzbereit ist. In Lengerich wird ebenfalls ein zweiter Rettungswagen stationiert sein, der sieben Tage die Woche statt bisher zwölf Stunden rund um die Uhr einsatzbereit ist.

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Zur Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung vor allem der Hörsteler Ortsteile Bevergern und Riesenbeck wird künftig ein Rettungswagen in Riesenbeck stationiert sein. Besetzt wird er durch die Feuerwehr Rheine. Dieser RTW steht sieben Tage die Woche zwölf Stunden zur Verfügung.

Außerdem wird die Anzahl der Krankentransportwagen im Kreis von zehn auf elf aufgestockt. Auch soll künftig mehr Fachpersonal eingesetzt werden. Deshalb werden 18 statt bisher zehn Ausbildungsstellen für die Vollzeitausbildung zum Notfallsanitäter bzw. zur Notfallsanitäterin angeboten und der Stellenumfang der Ärztlichen Leitung Rettungsdienst wird angepasst.

Als Träger des Rettungsdienstes ist der Kreis verpflichtet, einen Bedarfsplan aufzustellen, ihn kontinuierlich zu überprüfen und bei Bedarf, spätestens alle fünf Jahre, zu ändern. In Absprache mit den kostentragenden Krankenkassen erteilt er den Auftrag, den Rettungsdienst gutachterlich zu betrachten. Verschiedene Entwicklungen wie beispielsweise die Schließung des Pius-Hospitals in Ochtrup und aktuelle Erkenntnisse zu gestiegenen Ausstattungsbedarfen und künftigen Anforderungen wie einem Telenotarztsystem gaben Anfang 2021 Anlass zur erneuten und vorzeitigen gutachterlichen Betrachtung. Zuvor war der Rettungsdienstbedarfsplan 2019 turnusgemäß geändert worden.

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