Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Mangelhaftes Wissen zum Einsatz von AED-Geräten

(Bild: Markus Brändli)München (ADAC) – Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann jeder mit einer Herzdruckmassage lebensrettende Maßnahmen einleiten. Aber nur 42 Prozent der Menschen in Deutschland helfen. Zudem ist das Wissen um die Bedeutung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) gering, wie die ADAC-Stiftung in einer Umfrage ermittelte.

Die ADAC-Stiftung ließ eine repräsentative Befragung über das Wissen zum Einsatz von AED im Rahmen der Laienreanimation durchführen. Nur für etwas mehr als die Hälfte der Befragten ohne medizinische Fachkenntnisse ist demnach die Abkürzung AED ein Begriff. Je älter die Befragten sind, desto unbekannter ist der automatisierte externe Defibrillator. Zudem wissen 84 Prozent nicht, wo sich der nächste AED befindet, weder im häuslichen Umfeld noch am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz. Nur zirka 40 Prozent kennen die richtige Reihenfolge bzw. Priorisierung für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Prüfen – Rufen – Drücken – Beatmen – AED.

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„Unsere Befragung zeigt, dass hoher Aufklärungsbedarf zum Thema automatisierter externer Defibrillator besteht. Unser Ziel ist es daher, weiter über die wichtigsten Erste Hilfe Maßnahmen und den richtigen Einsatz eines AED zusätzlich zur Herzdruckmassage und ggf. Beatmung aufzuklären und damit die Überlebenschancen bei plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillständen zu erhöhen, erklärt Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC-Stiftung.

Die repräsentative Befragung erfolgte im Auftrag der ADAC-Stiftung im November 2019 unter 1.033 Teilnehmenden des Bilendi Panels nach CAWI (Computer-Aided-Web-Interviewing) .

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wir als Fachhändler für AED’s haben auch die gleichen Feststellungen in zahlreichen Gesprächen mit Bürgern und Unternehmen gemacht. Vielerorts ist das Problem das Unternehmen die einen AED besitzen den Standort aus Angst vor Diebstahl nicht preisgeben.
    Dies verhindert, dass rechtzeitige Hilfe durch Laien deutlich erschwert wird.
    Vielfach scheuen sich jedoch Komunen und Unternehmen die Kosten eines AED zu tragen.
    Die Ängste der Bürger sollten von der Industrie und den Rettungsorganisationen sehr ernst genommen werden.
    Wir als Fachhändler werden sobald dies möglich ist kostenlose Schulungen anbieten um den Bürgern die Angst davor zu nehmen.
    Mittlerweile versuchen selbst Landkreise Ersthelfer-Apps wie z.B. Corehelper unter die Bevölkerung zu bringen. Leider fehlen auch dort Angaben zu AED Standorten.
    In allen vorgenannten Bereichen sehen wir viel Aufklärungsarbeit, welche nur von allen Beteiligten gemeinsam geleistet werden kann.

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  2. Es wäre doch der einfachste Weg allen Führerschein Neulingen das zur Pflichtübung zu machen. Und eine neue Verpflichtung alle Führerscheinbesitzer mit dem neuen Plastik FS verpflichtend einzuladen. Und die zur Zeit aufgerufen werden weil ihr grauer oder roter Lappen abläuft gleichzeitig mit dem neuen Kärtchen einen Nachweis über eine Einweisung mit dem A E D

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  3. Gute Idee. So kann man den Führerscheinbewerbern noch mehr Geld aus der Tasche ziehen. Das Problem ist doch das diese Fortbildungen einer bezahlen muss und das wird immer der Bewerber sein. Es wird sich wohl kaum ein Dozent kostenlos jeden Sonntag irgendwo hinstellen nur weil es der guten Sache dient. Nicht das das falsch rüberkommt. Ich finde eine flächendeckende Einweisung in den AED wichtig, aber das ist nicht erreicht indem man alles auf die Führerscheinbewerber abwälzt. In Großstädten fahren die Leute ja mit der Bahn weil das Autofahren einfach keine Alternative mehr ist. Das heißt sie haben zum Teil gar keinen Führerschein (mehr) Und gerade dort an Haltestellen und Öffentlichen Gebäuden sind die Dinger ja. Man müsste was zur Institution machen was jeden „nötigt“ eine vernünftige Erste Hilfe (Auffrischung) zu machen. Dazu hätte ich zwar viele Ideen, aber zu Ende gedacht wäre das dann auch nicht

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