Junger Mann sprang vor Zug

Pfinztal-Söllingen (DRK) – Ein junger Mann sprang Montagnacht in Söllingen vor einen Personenzug. Für den Mann konnte der Rettungsdienst zwar nichts mehr tun, aber die 52 Fahrgäste mussten betreut werden.

Ein lautes Bremsgeräusch und Pfeifen eines Regionalzuges schallte durch die Nacht. Kurz darauf folgte das Martinshorn der anfahrenden Einsatzfahrzeuge. Die Notfallhilfe des DRK-OV Söllingen e.V. war unterwegs zu dem tragischen Unglück auf der Bahnstrecke zwischen Bahnhof Söllingen und der Haltestelle Söllingen Kapellenstrasse. Ein junger Mann, etwa Mitte zwanzig, sprang aus noch ungeklärten Gründen vor den Zug. Der eintreffende Rettungsdienst konnte für den Verunglückten nichts mehr tun, er war auf der Stelle tot.

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Ihr Hauptaugenmerk richtete sich nun auf den Lokomotivführer, der unter Schock stand. Dieser wurde zwei Stunden in dem Rettungswagen des DRK-Söllingen betreut und der Notfallseelsorge übergeben.

Die 52 Fahrgäste blieben unverletzt. Sie wurden von der nachalarmierten SEG (Schnelleinsatzgruppe) Pfinztal (DRK-Söllingen und DRK-Berghausen) betreut. Die Feuerwehr leuchtete die etwa 500m lange Unfallstrecke aus und baute einen Ausstieg, damit die Reisegäste sicher aus dem Zug steigen konnten.

Während der zweistündigen Wartezeit, bis Busse zum Weitertransport bereitstanden, wurden Kalt- und Warmgetränke sowie kleine Snacks ausgegeben.

Die 23 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK geleiteten die Fahrgäste zu den Reisebussen mit welchen sie ihre Reise fortsetzten.

Danach wurde der Bahnsteig, der Gleiskörper und der Zug von der Feuerwehr gereinigt und die Bahnstrecke gegen 2 Uhr wieder freigegeben.

(DRK TM)

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