DRK-Rettungsdienst Mittelhessen feierte 25-jähriges Bestehen

(Bild: Ingo Becker/RDMH)Marburg (RDMH) – Auf seine 25-jährige Geschichte blickt der DRK-Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) in diesen Wochen zurück und lud anlässlich dieses Jubiläums kürzlich zahlreiche Gäste zu einer Feier nach Marburg ein.

Im August 1997 führten die DRK-Kreisverbände Marburg, Gießen und Biedenkopf ihre Rettungsdienste in der neu gegründeten gemeinnützigen GmbH zusammen. Der private Rettungsdienst MKT wurde zur Tochtergesellschaft.

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„Rückblickend können wir sagen, dass es eine richtige Entscheidung war, den Rettungsdienst gemeinsam aufzustellen“, erklärt Markus Müller, Geschäftsführer des RDMH.

Die Anfangsjahre waren geprägt von einer Vereinheitlichung der Ausstattung und zahlreichen Um- und Neubauten von Wachenstandorten in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen, die die Arbeits- und Ausrückebedingungen der Mitarbeitenden optimierten. Schon 1998 konnte ein erster, einheitlicher Fuhrpark in Dienst gestellt werden. Mittlerweile ist der sechste Fuhrpark mit über 150 Fahrzeugen, ein Großteil davon Rettungsfahrzeuge, im Dienst. Die Ausbaukonzepte sind dabei immer unter Beteiligung der Mitarbeitenden entstanden. „Eine ähnliche Situation haben wir aktuell im Vogelsbergkreis und dem Lahn-Dill-Kreis“, ergänzt Müller.

2017 waren der ehemals private Rettungsdienst Eschenburg und die Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienste der DRK-Kreisverbände Alsfeld und Lauterbach (ARGE) als Tochtergesellschaften zum RDMH gekommen, 2022 erfolgte die vollständige gesellschaftsrechtliche Integration in die bereits bestehende gGmbH.

„Der Fuhrpark, Dienstkleidung und die medizinische Ausstattung sind in unseren Unternehmensteilen weitestgehend angeglichen. Im Vogelsbergkreis sind bereits erste Standorte neu gebaut. In beiden Landkreisen stehen aber noch einige Standortverbesserungen und Neubauten an, die uns in den kommenden Jahren beschäftigen werden“, meint Müller.

Ein wichtiger Faktor für die Unternehmensstruktur ist das eigenen DRK-Bildungszentrum (BZ) mit Simulationszentrum. Jährlich werden hier rund 40 Notfallsanitäter und 100 Rettungssanitäter, nicht nur für den RDMH, sondern auch für die Partner der Rettungsdienstschule, ausgebildet. Auch für die Fortbildung der eigenen Mitarbeitenden hat das BZ einiges zu bieten: Sei es die Nutzung von Simulationstechnik, neue audiovisuelle Möglichkeiten oder e-Learning.

Für die Zukunft hat sich der RDMH einiges vorgenommen: Intern gilt es, die Unternehmensteile weiterzuentwickeln und integrierte Prozesse zu gestalten und zu digitalisieren. „Extern wollen wir uns weiterhin einbringen, um sinnvolle Strukturen und Rahmenbedingungen für den Rettungsdienst der Zukunft mitzugestalten. Dazu muss gehören, dass unsere Mitarbeitenden entsprechend ihrer beruflichen Qualifikationen arbeiten können. Außerdem muss der Zufriedenheit aller Berufsgruppen im Rettungsdienst größte Aufmerksamkeit gewidmet werden – was nur gelingen kann, wenn die Belastungen durch unsinnige Einsätze sinken und auch Arbeitszeitmodelle tariflich weiterentwickelt werden“, erklärt Müller.

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