Bei Dunkelheit im Schnee verirrt


Kempten (ILS) – Gestern Abend meldete eine Frau, dass ihr Mann mit ihren zwei Kindern in einem bewaldeten Gelände bei Buchenberg (Kempten / Allgäu) nicht mehr weiterkommen würden. Alle drei Personen seien jedoch unverletzt. Die Suche nach den Vermissten erweis sich als zeitaufwendig.Durch die ILS Allgäu wurde zunächst die zuständige Bergwachtbereitschaft alarmiert, da diese Art der „Hilfeleistung im Gelände“ in dessen Zuständigkeitsbereich fällt. Der Vater und seine beiden Kinder konnten dem Einsatzleiter der Bergwacht per Handy die Lokalität grob erklären.

Im Laufe des Einsatzes stellte sich jedoch heraus dass die beschriebene Örtlichkeit der Betroffenen nicht zutrifft. Ein rasches Auffinden der Personen war somit nicht möglich. Da sich der Einsatz nun von einer zunächst geplanten Hilfeleistung zu einer Suchaktion entwickelte wurde die PEZ (Polizei-Einsatzzentrale Schwaben-Süd-West) eingeschaltet. Nach Rücksprache von Polizei und der Einsatzleitung vor Ort wurden zusätzlich Kräfte der polizeilichen Alpinen-Einsatzgruppe eingesetzt.

Gegen 21.00 Uhr meldeten die Betroffenen, dass sie ein abgestelltes Einsatzfahrzeug von ihrem Standort aus entdeckt haben, welches ca. 400 Meter von ihnen entfernt sei. Nun konnte der Suchradius eingegrenzt werden. Da  auch in diesem Bereich die Suche erfolglos blieb forderten die Polizeikräfte vor Ort den Polizei-Hubschrauber „Edelweiß 4“ an, welcher mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist. Erst gegen 22.30 Uhr konnte die Hubschrauberbesatzung die gesuchten Personen lokalisieren. Etwa eine Stunde später konnten Vater und Kinder aus ihrer misslichen Lage gerettet und mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Alle drei Betroffenen waren unterkühlt aber glücklicherweise in einem stabilen Zustand.

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