BIOS-Mitarbeiter unzufrieden mit Arbeitsbedingungen


Sønderborg (rd.de) – Seit Oktober 2015 arbeiten zirka 100 deutsche Rettungsfachkräfte beim Rettungsdienstanbieter BIOS in Süd-Dänemark (wir berichteten). Wie jetzt bekannt wurde, scheinen die Mitarbeiter nach gut drei Monaten äußerst unzufrieden mit ihrem neuen Arbeitgeber.

BIOS-Stationen in Süddänemark. Grafik: BIOS

BIOS-Stationen in Süddänemark. Grafik: BIOS

Wie der „NDR“ berichtet, gäbe es eine Reihe von Problemen. Dazu zählten ausstehende Löhne, Personalmangel und verspätete oder chaotische Dienstpläne. Ein Krisentreffen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber habe enttäuschend geendet. Die angesprochenen Probleme wären nicht ernst genommen worden. Die Gespräche seien eskaliert.

Weiter berichtet der Sender, dass auch die dänische Gewerkschaft 3F gegen den Rettungsdienstanbieter vorgehen wolle. Der Tarifvertrag regele, dass ein Dienstplan vier Wochen im Voraus feststehen müsse. Gegenwärtig sei allerdings häufig am Donnerstag noch nicht klar, wann der einzelne Mitarbeiter in der kommenden Woche arbeiten müsse. Die Gewerkschaft plane deswegen Ordnungsgelder zu verhängen.

(08.01.2016)

5 Responses to “BIOS-Mitarbeiter unzufrieden mit Arbeitsbedingungen”

  1. Wouter on Januar 8th, 2016 16:14

    Nelson!!

  2. Jochen Strunk on Januar 8th, 2016 23:20

    Gut das FALCK verschwunden ist. Endlich ist alles besser.
    Das es zu dem jetzigen Zustand kommen musste ist nicht verwunderlich.

    Wer als Unternehmen den Mitbewerber „rausbietet“ muss das Geld ja einsparen.
    Einsparen geht am besten übers Personal, in diesem Fall zahlt man einfach die Löhne nicht oder aber verzögert. Die Kollegen, auch viele aus Deutschland, wurden mit Superlöhnen gelockt. Wobei man sich damals schon fragen musste, wie es sein kann das ein Unternehmen so günstig sein will und gleichzeitig Spitzenlöhne zahlen will.

    Bei FALCK reibt man sich schon die Hände, denn die Auftraggeber werden dies nicht lange dulden und wenn 3F schon gegen BIOS vorgeht wird dies nicht mehr lange gut gehen.

    FALCK steht bereit und wird sicher wieder zuverlässig seinen Auftrag ausführen und die Mitarbeiter, wie in der Vergangenheit gerecht und pünktlich entlohnen.

    Finanziell wird es für die Region sicher ein Fiasko, welches sicher auch politische Folgen haben dürfte.
    Böse Zungen haben in 2015 schon behauptet FALCK werde über BIOS (Übernahme/Kooperation) auch auf dem Markt in den Niederlanden seine Tätigkeit ausweiten.
    Der Anfang scheint gemacht.

    Liebe Kollegen bei BIOS, ich wünsche euch viel Erfolg bei eurem Kampf gegen einen Ausbeuter der euch mit vielen Versprechungen gelockt hat und nun sein wahres Gesicht zeigt. Zusammen mit 3F werdet ihr es schaffen zu eurem Recht zu kommen, ob ihr weiter mit BIOS geht oder ob der neue Anbieter der alte sein wird, warten wir es ab.
    2016 wird bestimmt noch viele Überraschungen bereithalten.

  3. Jochen Strunk on Januar 9th, 2016 00:27

    Wer mehr Infos haben möchte empfehle ich folgenden Link:

    http://www.nordschleswiger.dk

    einfach BIOS bei Artikelsuche eingeben und man wundert sich, das es nicht schon früher geknallt hat.

  4. daniel on Januar 9th, 2016 07:51

    Wer unzufrieden ist sollte kündigen.

    Nur wenn jeder so denkt und das wirklich durchzieht, haben schlechte Arbeitgeber keine Chance auf dem Arbeitsmarkt.

    LG)

  5. levring on Februar 29th, 2016 08:47

    Also liebe Schreiber von rettungsdienst.de
    Als deutscher BIOS Mitarbeiter muss ich sagen das der NDR Artikel ein Haufen schlecht bis gefühlt garnicht recherchierter Schrott war, der zu sehr viel Zorn bei denn Kollegen geführt hat. Bei dem erwähnten kriesentreffen waren es legendlich zwei Kollegen ( bzw zu dem Zeitpunkt schon exkollegen) die sich aufgeregt haben. Natürlich würde ich lügen wenn ich sage es gäbe keine Probleme aber man darf nicht vergessen das es die Firma streng genommen erst seit Mitte 2015 gibt.

    Lieber Jochen
    Der nordschleswiger übersetzt über wiegend die Artikel der jyskvestkyst, die eine (leider) falk sehr ergebende Zeitung ist. Deshalb sind diese Quellen nicht sehr Aussage stark

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