Großer Ammoniakunfall im Kühlhaus


Wien (rd.de) – Ein Ammoniakaustritt an einer Anlage des Wiener Kühlhauses sorgte am Dienstag für einen Großalarm. Bei Reinigungsarbeiten am Mittwoch ist erneut Ammoniak freigesetzt worden. Rettung und Feuerwehr rückten mehrfach an.

Die Wiener Rettung schickte am Mittwoch den gesamten Katastrophenzug raus. Rund 80 Feuerwehrleute und Experten waren im Einsatz. Das gebiet wurde weitläufig gesperrt und die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die betroffenen Personen klagten über Augenschmerzen und Atemprobleme, konnten aber aufgrund des sehr gut koordinierten Einsatzes schnell versorgt werden.

Die österreichische Presse berichtet unter Berufung auf Angaben der Wiener Rettung über wenigstens 62 Personen verletzte Personen, 29 verbrachten die Nacht zur Überwachung in Krankenhäusern.

Nach Angaben des Kühlhausbetreibers ist die Ursache wahrscheinlich auf einen Materialfehler in einem Pumpenflansch zurückzuführen. „Wir untersuchen derzeit gemeinsam mit Sachverständigen die genauen Gründe für den Austritt und überprüfen vorsorglich sämtliche sicherheitsrelevanten Bereiche“, sagt Rainer Schreckenthaler, Geschäftsführer der Betreiberfirma WKF.

Am Mittwoch mussten Rettung und Feuerwehr gleich zweimal erneut vor Ort anrücken. Vormittags waren Mitarbeiter einer Textilfirma verunsichert, weil sie Ammoniakgeruch wahrnahmen. Am Nachmittag alarmierten Anwohner die Rettungskräfte wegen deutlichem Ammoniakgeruchs. Der Geruch entstand offenbar bei Reinigungsarbeiten der betroffenen Kühlhalle. Die Gaskonzentrationen lagen allerdings in beiden Fällen in einem unbedenklichen Bereich.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?