Jugendsanitäter halfen wie die Profis


Göppingen (DRK/sc) – DRK-Jugendsanitäter beteiligten sich an zwei Übungen beim Aktionstag der Verkehrsprävention im Göppinger Stauferpark

Die DRK-Jugendsanitäter aus Heiningen und Hattenhofen haben sich am Sonntag, dem 28. Juni 2009, beim großen Aktionstag der Verkehrspräventionsallianz des Landkreises im Göppinger Stauferpark präsentiert.

Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr aus Göppingen „retteten und versorgten“ die Jugendlichen bei zwei Übungen vier vermeintliche Opfer eines Verkehrsunfalls. Die Premiere gelang hervorragend.

Blut tropft aus Lisas Wunde, eine Unterarmfraktur, die gar nicht gut aussieht. Auch Daniela geht es nicht gut: Auf der Stirn hat sie eine große Platzwunde, das Gesicht ist blass. Bei ihren ersten großen Übungen vor Publikum überließen die 25 Jugendsanitäter aus Heiningen und Hattenhofen am Sonntag nichts dem Zufall. Zusammen mit der Göppinger Jugendfeuerwehr retteten und versorgten sie im Göppinger Stauferpark die angeblichen Verletzten eines Verkehrsunfalls. Von den überzeugend geschminkten Unfallopfern bis zum verbeulten Schrottauto stimmte jedes Detail.

„Wir wollen zeigen, was bei einem Unfall passieren kann“, erklärt Marc Buchberger, Gruppenleiter des Jugendrotkreuzes in Hattenhofen. Beim Aktionstag der Verkehrspräventionsallianz waren die Rotkreuzmitglieder da gerade richtig, neben dem DRK präsentierten sich Kreisverkehrswacht, Kreisjugendring, Polizei und mehrere Vereine sowie Organisationen aus dem Landkreis.

Die Nachwuchshelfer des DRK-Kreisverbandes bestritten an dem Aktionstag mit zwei Übungen einen spannenden und interessanten Teil des Programms, der die Zuschauer in Scharen anzog. Der Göppinger Feuerwehrkommandant Guntram Vollmer kommentierte das Geschehen auf dem Platz vor der Werfthalle. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz funktioniert auch im wirklichen Leben wie gezeigt: Zunächst überprüft der Einsatzleiter der Feuerwehr die Lage, dann koordiniert er in Zusammenarbeit mit den Rettungshelfern die weitere Vorgehensweise.

Konzentriert beobachteten am Sonntag die Jugendsanitäter die Arbeit der Feuerwehr, die mit der Rettungsschere den Zugang zu den vier eingeklemmten Verletzten ermöglicht hatten. Dann traten sie in Aktion: Die Verletzten wurden vorsichtig aus dem Auto geholt, wenn nötig, bekamen sie eine Halskrause und eine Vakuummatratze untergepackt.

Dass die jungen DRK-Mitglieder an diesem Tag eine Mehrfach-Premiere erlebten – die erste gemeinsame Übung mit der Feuerwehr, der erste Verkehrsunfall und die erste öffentliche Übung – ließen sie sich nicht anmerken. Bei der zweiten Vorführung am Nachmittag agierten sie geschickt, rasch und kompetent. Jeder Handgriff saß, die Verletzten wurden schnell und gut versorgt in die Fahrzeuge gebracht. Marc Buchberger zeigte sich im Anschluss sehr zufrieden.

Morgens, bei der ersten Übung, sei manches noch etwas unkoordiniert und leicht chaotisch gewesen, meinte er, dies habe sich jedoch am Nachmittag sehr verbessert. JRK-Leiter Rainer Kienzle war beeindruckt. Ihm hatte der selbstbewusste Einsatz der Nachwuchshelfer gut gefallen. In nur einem Dreivierteljahr wurden die JRK-Mitglieder zu Jugendsanitätern ausgebildet. Seitdem dürfen sie in kleinen Teams mit den Mitgliedern der DRK-Bereitschaften an den Sanitätswachdiensten, etwa bei Sportveranstaltungen, teilnehmen und Hilfe leisten. „Die Jungen und Mädchen sind sehr motiviert und machen das ganz klasse. Ich bin begeistert“, sagte Kienzle. Wenn es nach ihm ginge, sollen bald weitere Jugendsanitätsgruppen folgen:„Das Interesse bei den Jugendlichen ist auf jeden Fall da.“

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