Deutsche Sanitätstruppe bleibt in Georgien


UNSukhumi/Georgien (rd.de) – Sanitätskräfte der Bundeswehr, die mit UN-Mandat in Georgien arbeiten, bleiben weiter vor Ort. Die Sicherheitslage spitze sich merklich zu, aber gerade die medizinische Hilfe werde gebraucht, hieß es gestern aus dem Verteidigungsministerium.

Die deutschen Soldaten – Presseberichten zur Folge 12 Mann – beteiligen sich an der UN-Beobachtermission UNOMIG in Georgien. Sie dient der Entschärfung des Konfliktes zwischen den ethnischen Gruppen der Georgier und der Abchasen. Die UNOMIG-Truppe überwacht die Einhaltung des Moskauer Abkommens von 1994, in dem die Schaffung einer Sicherheitszone und einer Zone des Verbots schwerer Waffen innerhalb Georgiens vereinbart wurde. Gemeinsam mit den Friedenstruppen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten kontrolliert UNOMIG die Einhaltung des Abkommens und den Rückzug georgischer Truppen aus dem Kodori-Tal. Bei Verstößen gegen das Moskauer Abkommen berichtet UNOMIG an den Generalsekretär der Vereinten Nationen. Außerdem unterstützen die Soldaten humanitäre Hilfsorganisationen bei der Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort.

Die Bundeswehrangehörigen in Georgien arbeiten laut UN-Angaben in drei medizinischen Teams an den Standorten Sukhumi, Gali und Zugdidi. Ihre Aufgabe ist die medizinische Versorgung der UNOMIG-Truppe, inklusive Verletztentransport und medizinische Vorsorge für Militärbeobachter. Darüber hinaus kümmern sie sich aber auch um die medizinische Erstversorgung der Zivilbevölkerung und transportieren bei Bedarf lebensgefährlich erkrankte Zivilisten zu den Krankenhäusern in Zugdidi oder Sukhumi.

(Foto: UNOMIG – United Nations)

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