„Christoph Life“ am Start


Hannover (rd.de) – Unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff wurde heute in Hannover das Projekt „Christoph Life“ offiziell ins Leben gerufen. Prof. Dr. med. Christian Krettek, Leiter der Traumastiftung, und Silvana Radicione, Mitglied des Vorstandes des Johanniter-LV  
Niedersachsen/Bremen, stellten das Projekt der Öffentlichkeit vor.

„Christoph Life“ ist ein Simulator, um Rettungsteams für den Einsatz an Bord eines Rettungshubschraubers optimal auszubilden. Zur Realisierung des Projektes ist eine Summe von 1 Mio. Euro erforderlich. Das Vorhaben wird durch zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik unterstützt. 

Mit dem Schulungskonzept der Traumastiftung und der Johanniter-Unfall-Hilfe können sich Pilot, Rettungsassistent und Notarzt optimal darauf vorbereiten, sekundenschnell das Richtige zu tun.
 
Wenn im Notfall jede Minute zählt, sind Rettungshubschrauber wie der „Christoph 4“ bei der Rettung und Versorgung schwer Verletzter und Erkrankter unschlagbar. Doch die Teams können sich nur schwer auf den Einsatz im Notfall vorbereiten: Mangelnder Platz und ein geringes zulässiges Startgewicht lassen die Ausbildung direkt an Bord nicht oder nur sehr begrenzt zu.
 
Aber spezifische Besonderheiten im Rettungshubschrauber wie z.B. Vibrationen, Turbinen- und Rotorengeräusche, mehrere parallel laufende Funkkanäle, enormer Zeitdruck und der Flugbetrieb mit großen Beschleunigungen und erheblichen Geschwindigkeiten schaffen ein sehr spezielles Arbeitsumfeld, auf das die Crew im Einsatzfall gut und sicher vorbereitet sein muss.
 
Mit dem Projekt „Christoph Life“ soll ein praxisnaher Ausbildungsplatz für Besatzungen von Rettungshubschraubern geschaffen werden: ein komplexes Simulationssystem, um Ärzte, Rettungsassistenten und Piloten optimal auf den Ernstfall vorzubereiten.

Es ist geplant, die Original-Hubschrauberkabine mit den hochsensiblen, lebensechten Übungspuppen in der Johanniter-Schule Hannover zu stationieren. Um zusätzliche Synergien zu nutzen, soll „Christoph Life“ dort in den bereits bestehenden Trainingsparcours für die Rettungsdienstausbildung integriert werden, inklusive einer Kameraausstattung mit Direktschaltung in angrenzende Lehrsäle.

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