Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Hypothermie: Die Stadien und deren Symptome

(Bild: Markus Brändli)Bremen (rd_de) – Kommt es im Rahmen eines Unfalls oder einer Erkrankung zu einem Abfall der Körpertemperatur, ist von einer Unterkühlung bzw. Hypothermie die Rede. Vor allem jetzt im Herbst und Winter müssen Rettungskräfte darauf achten, dass Notfallpatienten nicht womöglich unbemerkt in eine Hypothermie geraten.

Die Hypothermie ist zu unterscheiden in:

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• milde Hypothermie (32 – 36 °C),
• moderate Hypothermie (28 – 32 °C) und
• tiefe Hypothermie (< 28 °C).

Milde Hypothermie: Beträgt die Körpertemperatur 32 bis 36 °C, versucht der Körper durch Wärmeproduktion (Muskelzittern), die Körperkerntemperatur konstant zu halten. Gleichzeitig erfolgt eine Vasokonstriktion in der Peripherie (Zentralisation). Hierdurch wird die Wärmeabgabe an den großen Oberflächen (Extremitäten, Haut) reduziert.

Mittelgradige Hypothermie: Im Bereich zwischen 28 und 32 °C kommt es zunehmend zum Bewusstseinsverlust. Die Übergänge von einem somnolenten in einen soporösen oder komatösen Zustand sind fließend und können durch weitere Faktoren wie Alkoholeinfluss verstärkt werden. Die Schutzreflexe werden reduziert, und die Wärmeproduktion wird eingestellt. Zur sicheren Einschätzung der Bewusstseinssituation empfiehlt sich die Glasgow Coma Scale.

Schwere Hypothermie: Sinkt die Temperatur auf weniger als 28 °C, kommt es zum kompletten Bewusstseinsverlust. Die Herzfrequenz wird reduziert, der Blutdruck fällt, in der Folge kommt es zur Asystolie. Lichtstarre Pupillen und Lähmung der Muskulatur kommen hinzu. Eine präklinische Beurteilung der Wiederbelebbarkeit ist nicht möglich. Daher gilt hier der Grundsatz: Niemand ist tot, so lange er nicht warm und tot ist!

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(Text: Uwe Hecker, Gesundheits- und Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie, Lehrrettungsassistent (IHK)/Praxisanleiter; Symbolfoto: Markus Brändli)

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