Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

„Jubiläumseinsatz“ an der Elbe nach Zwischenfall mit Kuh

(Bild: ADAC Luftrettung)Uelzen (ots) – Der in Uelzen stationierte ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 19“ ist am Wochenende (11./12.07.2020) seinen 40.000. Einsatz geflogen. Diese Marke wurde seit Gründung der Luftrettung in Deutschland im Jahr 1970 erst von sechs weiteren Stationen der ADAC Luftrettung erreicht. In den vergangenen Jahren hob die Crew zu durchschnittlich rund 1.400 Notfällen ab; im ersten Halbjahr 2020 waren es bereits mehr als 600.

Die Crew bestand beim „Jubiläumseinsatz“ aus Pilot Nils Böther, Notarzt Jürgen Probst und Notfallsanitäter Jens Kruse. Gelandet werden musste in Vockfey (Amt Neuhaus) direkt an der Elbe. Am Deich war eine Person von einer Kuh verletzt worden. Der Patient wurde nach einer notfallmedizinischen Versorgung mit dem Rettungswagen in das Städtische Klinikum Lüneburg gebracht.

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Am Standort Uelzen sind insgesamt 22 Teammitglieder in wechselndem Einsatz: drei Piloten der ADAC Luftrettung, 14 Notärzte des Helios Klinikums Uelzen der Fachrichtungen Anästhesie und Chirurgie sowie fünf Notfallsanitäter (TC HEMS) des DRK-Kreisverbandes Uelzen. Geflogen wird mit einer Maschine des Typs EC 135 von frühestens 7 Uhr bis Sonnenuntergang. Mehr als 90 Prozent der Einsätze wurden im ersten Halbjahr im Bundesland Niedersachsen geflogen, rund fünf Prozent in Sachsen-Anhalt, die übrigen verteilen sich auf Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Einsatzgrund Nummer eins waren im vergangenen Jahr mit 29 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. Mit 24 Prozent folgen Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. In 15 Prozent der Fälle diagnostizierten die Lebensretter aus der Luft neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Bei sieben Prozent war ein Notfall des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma die Ursache.

Die offizielle Indienststellung von „Christoph 19“ war am 21. September 1981. Die ADAC Luftrettung übernahm den Betrieb am 7. April 1983.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Es war zuerst ein Polizeihubschrauber “Phoenix 19” in Uelzen stationiert, bis der ADAC übernahm. Es sollte aber auch nicht die dunkelste Stunde, in Gedenken an die Toten, von “Christoph 19” in Vergessenheit geraten, als ein leichtsinniger Pilot unter einer Brücke des Elbe-Seitenkanals durchflog und dabei mit den Kufen das Eis berührte und abstürzte.

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