Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Greven wird 4. ADAC-Luftrettungsstation mit NVIS-Technik

(Bild: Holger Hoven/ADAC Luftrettung)Greven (ADAC) – Der an der ADAC-Luftrettungsstation Münster/Greven stationierte Rettungshubschrauber „Christoph Westfalen“ fliegt jetzt auch Notfalleinsätze bei Nacht. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer vierwöchigen Testphase im Juli 2020 wird dabei das Night Vision Imaging System (NVIS) neben Verlegungsflügen auch bei nächtlichen Primäreinsätzen verwendet.

Durch die Notfalleinsätze bei Nacht wird der Rettungsdienst im Kreis Steinfurt und den umliegenden Kreisen entscheidend verbessert, teilte die ADAC-Luftrettung am Freitag (07.08.2020) mit Für die Flüge bei Dunkelheit tragen die Piloten spezielle Nachtsichtbrillen. Damit sind sie in der Lage, nach Sonnenuntergang auch bei minimalen Lichtverhältnissen direkt an der Einsatzstelle zu landen.

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Im ersten Halbjahr 2020 absolvierte „Christoph Westfalen“ 463 Einsätze wegen Verkehrs-, Arbeits- und Freizeitunfällen sowie internistischen Notfällen. Dazu zählten auch neun NVIS-Einsätze während der vierwöchigen Testphase. Zum Beispiel konnte ein Arbeiter, der bei Reinigungsarbeiten rund zwölf Meter abgestürzt war, gegen 02:00 Uhr nachts gerettet und ins Universitätsklinikum nach Aachen geflogen werden.

„Christoph Westfalen“ ist in Greven nahe des Flughafens Münster-Osnabrück stationiert und steht an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr bereit. An der Station arbeiten 14 Piloten und sechs Notfallsanitäter der ADAC-Luftrettung sowie 20 Notärzte der umliegenden Kliniken. Die Disposition von „Christoph Westfalen“ erfolgt über die Kreisleitstelle Steinfurt in Rheine.

Die Crew des Rettungshubschraubers in Münster/Greven setzt sich bei Nacht aus zwei Piloten sowie einem Notarzt und einem Notfallsanitäter bzw. einer medizinischen Begleitperson zusammen. Tagsüber ist regulär nur ein Pilot pro Maschine im Einsatz. Bei ihrer Arbeit fliegen die Crews einen Rettungshubschrauber des Typs H145.

Die ADAC-Luftrettung hat langjährige Erfahrung im Nachtflug: Seit 2011 fliegen die Crews mit Nachtsichtbrillen bei nächtlichen Verlegungstransporten. Im letzten Jahr leisteten die ADAC Hubschrauber 2.815 Einsätze in der Dämmerung und bei Nacht. Nach Sanderbusch (Niedersachsen), Senftenberg (Brandenburg) und Mainz (Rheinland-Pfalz) ist Greven (Westfalen) die vierte Station, die die NVIS-Technologie nutzt.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Der Christoph 77 in Mainz fliegt nur bis 22 Uhr. Bis 2007 flog er wohl auch im 24-Stunden-Dienst, aber wie man in alten Berichten lesen kann, hielt das Land Rheinland-Pfalz dies nicht für erforderlich (siehe Bericht im Netz vom Merkurist Mainz). Seit Juni 2019 fliegt er immerhin bis 22 Uhr. Wie ist es mit “Christoph Gießen” den ich nachts sehr häufig sehe und höre. Benutzen die ein anderes System?

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