Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

E-Krankenwagen für den Landkreis Dahme-Spreewald

(Bild: Johanniter Südbrandenburg)Lübben (pm) – Im Landkreis Dahme-Spreewald ist am Mittwoch (17.03.2021) der erste elektrische Krankentransportwagen an die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) übergeben worden.

Stationiert wird das Fahrzeug an der Rettungswache Bindow. Von dort können die Krankentransporte innerhalb einer Reichweite von bis zu 120 Kilometer nach Bad Saarow, Königs Wusterhausen, Lübben oder nach Berlin mit dem E-KTW bewältigt werden. Während der dreimonatigen Testphase können die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes den elektrischen Krankentransportwagen in ihrer täglichen Arbeit kennenlernen. Den Ausbau des Mercedes-Benz eSprinters führte die Firma Ambulanz Mobile durch.

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Die technischen Vorrausetzungen für die Aufstellung der mobilen Ladestation wurden durch die Johanniter-Unfall-Hilfe in Abstimmung mit dem Landkreis Dahme-Spreewald geschaffen. Die Ausstattung und Medizintechnik im Testfahrzeug wurde der Ausstattung eines regulären Krankentransportwagens des Rettungsdienstes im Landkreis Dahme-Spreewald angepasst. Das elektrisch betriebene Rettungsfahrzeug kann an vorhandene Lademöglichkeiten in der Rettungswache Bindow sowie an Notfallkrankenhäusern geladen werden.

„Der Landkreis Dahme-Spreewald steht dem Projekt sehr positiv gegenüber. Die Testphase soll Auskunft darüber geben, ob elektrische Fahrzeuge in der Notfallrettung eingesetzt werden können. Denn das Wohl des Patienten sowie eine schnelle Versorgung und der Transport in das nächste geeignete Krankenhaus stehen im Vordergrund“, sagt Dahme-Spreewalds Vize-Landrätin Susanne Rieckhof.

Als Reserve-Fahrzeug steht ein Krankentransportwagen mit konventionellem Antrieb in der Rettungswache Bindow bereit, der für den Landkreis Dahme-Spreewald rund um die Uhr vorgehalten wird. „Dieser wird durch das Personal genutzt, wenn der elektrische Krankentransportwagen an der Ladesäule ist oder ein Krankentransport mit einer längeren Fahrzeit oder Wegstrecke, beispielsweise eine Fernverlegung, angemeldet wurde. Da der elektrische Krankentransportwagen nur eine bestimmte Reichweite und Betriebszeit hat, wird in solchen Fällen kein Risiko eingegangen“, erklärt JUH-Regionalvorstand Andreas Berger-Winkler.

Der E-Krankentransportwagen ist besonders für den innerstädtischen Krankentransport geeignet, da jeder Bremsvorgang dafür sorgt, dass Energie zurückgewonnen wird. Gegenwärtig hat das Fahrzeug eine Reichweite von 100 bis 120 Kilometern und kann bis zu acht Stunden betrieben werden. Neben der Fahrzeugbatterie ist ein Energiespeicher verbaut, der den Patientenraum mit neun Kilowattstunden Strom versorgen kann. So kann dieser in kürzester Zeit, je nach Bedarf, gekühlt oder beheizt werden.

Im Anschluss an die dreimonatige Testphase entscheidet das Ordnungsamt über den möglicherweise dauerhaften Einsatz von E-Krankentransportwagen im gesamten Kreisgebiet.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Drei Monate Test sind zu wenig! wenigstens ein Jahr bis eineinhalb Jahre müssten es sein! Warum! Damit sind alle Jahreszeiten abgedeckt.

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