Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

„Mobile Retter“ waren schnell zur Stelle

(Bild: (Symbol) Markus Brändli)Gütersloh (ots) – Nach einem so genannten „Baumunfall“ waren am Montag (24.06.2019) in Gütersloh drei über App alarmierte Ersthelfer schnell zur Stelle und halfen einem schwer verletzten Autofahrer.

Nach Polizeiangaben befuhr ein 18-Jähriger kurz nach 18:00 Uhr die Haller Straße in Gütersloh ortsauswärts. Kurz hinter einer Straßeneinmündung kam der junge Mann in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Wagen des 18-Jährigen fuhr in einen Graben und kam dann an einem Baum zum Stillstand.

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Der junge Mann zog sich bei dem Unfall schwere Verletzungen zu. Wie die Polizei mitteilte, seien drei Ersthelfer durch die App „Mobile Retter“ alarmiert worden und sehr schnell an der Einsatzstelle gewesen. Die Drei leisteten Erste Hilfe und übergaben ihn anschließend dem eintreffenden Rettungswagen-Team sowie einem Notarzt.

Der Rettungsdienst brachte den Patienten in ein Bielefelder Krankenhaus. Aufgrund der vorgefundenen Gesamtsituation möchte die Polizei einen internistischen Notfall als Ursache des Unfalls nicht ausschließen.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. “Mobile Retter“

    Es ist weder aus Sicht des in Notfällen immer gebotenen Einsatzerfolges noch aus einsatztaktischer Sicht richtig, immer und immer wieder auf mittlerweile beinahe unzählige “Apps“ hinzuweisen , bloß weil auf einer dieser Apps ggfls mal geholfen werden konnte. Die “App“ Mobile Retter ist davon nicht ganz ausgenommen, denn sie “funktioniert ” nur in einigen wenigen ! lokalen Bereichen. Der Wunschgedanke, dass sich diese App mit dem sicherlich lobenswerten Erfolg durchsetzen könnte, bleibt aber wohl nur ein Wunsch. Zahlreiche Versuche, “Mobile Retter“ aus dienstlicher Sicht unterstützen zu wollen, blieben bisher unbeantwortet oder werden mit zwei, drei hinhaltenden Bemerkungen in den Ordner “Wiedervorlage-wann immer “verschoben .
    Auch ein Angebot, aufgrund dienstlicher Tätigkeiten und Funktionen diese App bei relevanten Leitstellen publik zu machen, wartet seit über einem Jahr auf eine Beantwortung.
    Der weitere Umstand, Ersthelfer, darunter erfahrene, ausgebildete und examinierte Rettungssanitäter, Sanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter, Ärzte, Notärzte, etc. “schulen“ zu wollen, bevor diese bei “Mobile Retter“ mitmachen “dürfen“ , entbehrt jeder Grundlage und ist völlig unnötig , zumal Interessierte auf ihre eigenen Kosten – je nach Wohnort – hunderte Auto-oder Bahnkosten investieren müssen , um zum “Schulungsort” zu gelangen. Darüber hinaus – wie eingangs – erwähnt – funktioniert dieses “System“ nur in geringen Bereichen der BRD !!
    Eine Leitstelle, die Ersthelfer oder Rettungsmittel alarmiert und zum Einsatz bringt, kann auch nicht im Voraus noch prüfen, ob die alarmierte Einsatzkraft ausreichende, fachliche Kenntnisse hat. So muss es “Mobile Retter“ ausreichen, sich – wenn überhaupt – Ausbildungsnachweise eines an diesem System Interessierten anzuschauen…… fertig !
    Die weiteren, vom Sinn her anders gelagerten “Notfallapps“ , auf die “Rettungsdienst.de“ leider des öfteren hinweist , sind mittlerweile so zahlreich, eher schon beinahe “unzählig“ geworden, als das sie maximal nur noch zur Verunsicherung des meist in Notfällen hilflosen Bürgers beitragen, zu sonst taugen sie nichts !! Hinter zahlreichen dieser überflüssigen Apps verbergen sich meist Kenner für das Herstellen einer App; aber von fachlichem und taktisch notwendigen Fachwissen haben sie keine Ahnung ! In der BRD gibt es eine äußerst geringe Zahl von wirklich hilfreichen Apps, auf die sich – um tatsächlich erfolgreich helfen zu wollen – beschränkt werden muss ! Darüber hinaus gibt es überall bestens funktionierende, offizielle und gesetzlich zugelassene Ersthelfer-oder “Firstresponder“-Systeme über offizielle Leitstellen ! Diese Einrichtungen sind völlig ausreichend.

    Verfasser:
    Alexander Becht

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