Bayern: Keine Retter erster und zweiter Klasse mehr?


München (rd.de) – Werden künftig die ehrenamtlichen Helfer im Katastrophenschutz ihren Kollegen der freiwilligen Feuerwehren gleichgestellt? Geht es nach dem Willen der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag, soll dies möglichst bald der Fall sein.

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Anders als die Kräfte der freiwilligen Feuerwehren, genießen die ehrenamtlichen Helfer der Hilfsorganisationen keinen umfassenden Freistellungs-, Entgeltfortzahlungs- und Erstattungsanspruch, schreibten die „Nürnberger Nachrichten“. Nur die Kräfte, die unmittelbar mit der medizinischen Notfallversorgung, dem Transport und der Versorgung eines Massenanfalls von Verletzten beauftragt sind, hätten einen solchen Anspruch.

Künftig sollen aber auch die Kräfte von beispielsweise Kriseninterventionsteams oder den Logistikzügen einen Anspruch auf Arbeitsausfall- und Aufwandsentschädigungen haben. Damit soll verhindert werden, dass es zur Bildung von Rettern erster und zweiter Klasse kommt. Die Arbeit jedes ehrenamtlichen Helfers müsse gleichermaßen gewürdigt werden, schreibt die Zeitung.

Deswegen wolle die Partei nach Informationen der Zeitung einen Dringlichkeitsantrag im Innenausschuss stellen. Mit diesem soll die Landesregierung aufgefordert werden, ein entsprechendes Gesetzesvorhaben auf den Weg zu bringen.

(12.04.2016)

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