Rheinland-Pfalz spart beim Digitalfunk


Mainz (pm) – Im Rahmen des „Ideenmanagements“ können Vorschläge zur Verbesserung von Verwaltungsabläufen gemacht werden. Eine Idee zur Leitstellenanbindung an das Digitalfunknetz könnte Rheinland-Pfalz 1,8 Millionen Euro sparen.

Innenminister Karl Peter Bruch konnte einem Mitarbeiter das Anerkennungsschreiben für die höchste Prämie, die je im Rahmen des Ideenmanagements für einen Verbesserungsvorschlag ausgesprochen wurde, überreichen. Helmut Föller, Mitarbeiter der Projektgruppe Digitalfunk Rheinland-Pfalz, bekommt für seine Idee, die dem Land in den nächsten 15 Jahren Kosten von 1,8 Millionen Euro erspart, eine Prämie von 11.930 Euro zuerkannt. „Allein dieser eine Vorschlag rechtfertigt schon auf Jahre hinaus die Bemühungen, die mit dem rheinland-pfälzischen Ideenmanagement verbunden sind“, betonte der Innenminister.

In Rheinland-Pfalz muss – wie beim Bund und den anderen Bundesländern – die Infrastruktur für das zukünftige bundeseinheitliche Digitalfunknetz aufgebaut werden. Hierzu gehört die Anbindung der Basisstandorte an das Kernnetz, die Anbindung der Leitstelleninfrastruktur sowie die Übergänge in Daten-und Telefonnetze. Der mit der Firma EADS durch die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) abgeschlossene Systemliefervertrag verpflichtet die Länder die einzelnen Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit jeweils zwei Leitungswegen jeweils gesondert an eine Vermittlungsstelle des Digitalfunknetzes anzuschließen. Obwohl es bisher zu dieser zweifachen Anbindung keine Alternativen gab, hatte der Mitarbeiter die Grundidee, eine gemeinsame Verbindung zu nutzen. Durch die Entwicklung einer Hardwarekomponente, einem so genannten Kompensator, konnte dies realisiert werden. Das System soll nun auch in anderen Bundesländern zum Tragen kommen, so dass auch dort weitere Kosten eingespart werden können.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?