Zugunfall Graubünden: erste Bilanz der Polizei


Elf Personen wurden bei einem Bahnunglück in Graubünden verletzt. Foto: Polizei

Elf Personen wurden bei einem Bahnunglück in Graubünden verletzt. Foto: Polizei

Vaz (pol) – Nach dem schweren Zugunglück am Mittwochmittag (13.08.2014) in Graubünden (Schweiz) hat die Polizei jetzt einen vorläufigen Einsatzbericht vorgelegt.

Demnach befuhr ein Zug der Rhätischen Bahn kurz nach 12.30 Uhr die Strecke von Tiefencastel in Richtung Thusis. Zwischen den Tunnels Salons und Mistail wurde er von einem Erdrutsch erfasst. Ursache für den Erdrutsch dürften die starken Niederschläge der vergangenen Tage gewesen sein. Drei Personenwagen entgleisten. Einer davon rutschte von der Bahntrasse ab und kam nach zehn Metern in den Bäumen zum Stillstand.

Fünf Personen wurden schwer, sechs Personen leicht verletzt. Die Schweizer Rettungsflugwacht Rega und der bodengebundene Rettungsdienst übernahmen die Erstversorgung der Betroffenen und brachten sie anschließend in Krankenhäuser.

Im Zug befanden sich laut Polizei rund 140 Personen. Die unverletzten Passagiere wurden zum Bahnhof Tiefencastel gebracht, wo sie betreut und verpflegt wurden. Mit Bussen wurden sie weitertransportiert. Rund 180 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rega, des Rettungsdienstes, der Bergwacht, des Care Teams Grischun, der Kantonspolizei Graubünden sowie zahlreiche Mitarbeiter der Rhätischen Bahn waren im Einsatz.

(14.08.2014; Foto: Kantonspolizei Graubünden)

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