BIOS in Schwierigkeiten: Sprachprobleme und schlechte Arbeitsbedingungen


Sønderborg (rd.de) – Seitdem BIOS im September 2015 den Rettungsdienst in Süddänemark übernommen hat, steht er vor Problemen.

Rettungsdienst

Beispielsweise sei es ihm bislang nicht gelungen, ausreichend Personal zu gewinnen. Wie die „Schleswig-Holsteinische Zeitung“ berichtet, fehlten noch immer zirka 80 bis 90 Mitarbeiter, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten (wir berichteten).

Auch deutsche Rettungsfachkräfte sind von BIOS angeworben worden. Allerdings sei nach Angaben der Zeitung in der letzten Zeit vermehrt Kritik an diesem Vorgehen aufgekommen. Verständigungsschwierigkeiten an den Einsatzstellen oder in den Krankenhäusern sorgen offenbar für weitere Probleme. Zwar hätten die deutschen Mitarbeiter Sprachkurse besucht. Die Dänischkenntnisse seien aber vielfach nicht ausreichend.

Auch die Arbeitsbedingungen scheinen nicht optimal zu sein. Dienstpläne würden teilweise erst kurzfristig bekanntgegeben. Die gesetzliche Frist von 30 Tagen sei durch BIOS nicht eingehalten worden. Dies hätten auch die Gewerkschaften kritisiert und Strafzahlungen in Aussicht gestellt (wir berichteten).

Um dem Personalproblem entgegenzuwirken, habe BIOS für neue Mitarbeiter einen Willkommensbonus eingerichtet, schreibt die „Schleswig-Holsteinische Zeitung“ weiter. Neuen Mitarbeitern sollen 50.000 Kronen, umgerechnet 6.700 Euro, gezahlt werden. Allerdings gelte dies nur für dänische Angestellte.

(17.02.2016)

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