Seenotretter holen Schwerkranken von Ostsee-Fähre


Die Theo Fischer längsseits an der Ostseefähre Nils Holgerssonn (Foto: DGzRS)

Bremen (DGzRS) – Die Besatzung des Seenotkreuzers „Theo Fischer“ (derzeit Barhöft) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am frühen Montagmorgen einen 71-jährigen Schweizer von Bord des Fährschiffs „Nils Holgersson“ der TT-Line gerettet.

Die Besatzung der Fähre, die auf dem Weg von Rostock Richtung Schweden war, hatte sich über Funk bei der Seenotleitung in Bremen gemeldet, weil bei einem Passagier der Verdacht auf einen Schlaganfall bestand. Kurz nach 4 Uhr morgens lief der Seenotkreuzer „Theo Fischer“ von Barhöft aus, da der Einsatz eines Hubschraubers zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war.

Die „Nils Holgersson“ drehte bei und lief dem Seenotkreuzer entgegen, so dass 45 Minuten nach der Alarmierung der Patient auf See von der 190 Meter langen „Nils Holgersson“ an die „Theo Fischer“ (23 Meter lang) übergeben werden konnte. Erst vor gut einem Jahr war ein vergleichbares Szenario mit einem anderen Schiff der TT-Line, der etwas kleineren „Tom Sawyer“, trainiert worden.

Die Besatzung des Seenotkreuzers übernahm während der Rückfahrt nach Barhöft die medizinische Betreuung des Patienten. Dort wurde der Schweizer an den Landrettungsdienst übergeben.

Vormann Lutz Griesberg vom Seenotkreuzer wies erneut daraufhin, dass der Einsatz vom Stationshafen Darßer Ort aus lediglich die Hälfte der Zeit (ca. 60 Minuten) benötigt hätte. Die Zufahrt zum Schutzhafen Darßer Ort ist zurzeit versandet und deshalb vom Seenotkreuzer nicht befahrbar.

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