Rettungsdienstmitarbeiter mit Schusswaffe bedroht


Augsburg (mh) – Am Donnerstag (28.05.2009) wurde eine Rettungswagenbesatzung während der Notfallversorgung in einer Wohnung mit einer Schusswaffe bedroht. Es gelang den Kollegen, die Wohnung unbeschadet zu verlassen.

Gegen 16.10 Uhr wurde ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes in der Stadt Augsburg zu einer bewusstlosen Person in die Emilienstraße gerufen. Vor Ort fanden die Rettungsassistenten eine deutlich alkoholisierte Person vor. Während die Rettungsassistenten die bewusstlose Person behandelten, stellte sich plötzlich ein weiterer in der Wohnung anwesender Mann vor das Rettungsdienstpersonal und posierte mit einer Schusswaffe. Geistesgegenwärtig konnten die Rettungsassistenten die Wohnung unter einem Vorwand verlassen und weitere rettungsdienstliche und polizeiliche Einsatzkräfte nachfordern.

Erst nach Eintreffen von polizeilichen Spezialkräften und der Absicherung der Wohnung durch diese Kräfte konnte der bewusstlose Patient durch einen zwischenzeitlich eingetroffenen Notarzt und eine weitere Rettungswagenbesatzung in das Augsburger Klinikum gebracht werden.

Dieser Vorfall zeigt die zunehmende Gefährdung von Rettungsdienstmitarbeitern und die Gefährlichkeit auch anscheinender Alltagseinsätze. Das Bayerische Rote Kreuz versucht durch fortlaufende Ausbildung seiner Mitarbeiter in Deeskalations- und Eigensicherungsmaßnahmen dieser Gefahr zu begegnen. Eine Maßnahme, welche sich auch im gegenwärtigen Fall wieder bestätigt haben, da die Mitarbeiter sofort die richtigen Maßnahmen ergriffen haben.

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