Rettungsassistenzsystem rettet Leben


Clausthal (TU) – Informatiker der TU Clausthal präsentieren auf der CeBIT ein Rettungsassistenzsystem zur besseren Koordinierung von Einsatzkräften.

Kommt es beispielsweise bei einem Terroranschlag, Zugunglück oder Chemieunfall zu vielen Verletzten, ist es schwierig, die Rettungskräfte zu koordinieren. Hier hilft das Rettungsassistenzsystem, das am Lehrstuhl von Professor Andreas Rausch (Software Systems Engineering) entwickelt worden ist.

Dabei werden zunächst von allen Unfallbeteiligten mit einer Sensoreneinheit Daten wie Puls, Blutdruck, Blutsauerstoffgehalt, aber auch Altersklasse und Schwere der Verletzung erfasst und ständig überwacht. Diese Informationen werden elektronisch an die Einsatzleitung übermittelt. Die Leitung wiederum steht in permanentem Kontakt mit Notärzten, Sanitätern sowie Feuerwehrleuten und kann so deren lebensrettenden Einsatz besser planen.

Um die verschiedenen informationstechnischen Komponenten beim Rettungsassistenzsystem zusammenzuführen, ist auf die DAiSI-Middleware zurückgegriffen worden, die an der TU Clausthal entwickelt wurde. Der Nutzen einer computergestützten Rettungsaktion liegt auf der Hand. „Unser System“, erläutert Projektleiter Mirco Schindler, „ermöglicht den reibungslosen Informationsfluss und dient als Ergänzung zum Sprechfunk. Die Einsatzleiter haben präzisere Angaben über Anzahl, Lage und Verletzungsgrad der Opfer, so dass Rettungseinheiten und -geräte zielgerichteter eingesetzt werden können.“ Partner des Projektes ist unter anderem das Deutsche Rote Kreuz.

Mehr Information: TU Clausthal

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?