Reisebus prallt in Unfallstelle


Feucht (ots) – Heute (01.08.2008), gegen 03.00 Uhr, ereignete sich auf der A 6, zwischen den Anschlussstellen Neuendettelsau und Schwabach-West ein schwerer Verkehrsunfall mit fünf Fahrzeugen.

Sieben Personen wurden leicht verletzt. Zwei Personen erlitten mittelschwere Verletzungen. Sie wurden alle in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Der Sachschaden wird auf etwa 130.000,- Euro insgesamt geschätzt.

Ein Mercedes Sprinter war auf der rechten Spur in Fahrtrichtung Amberg unterwegs und wollte einen deutlich langsamer fahrenden Lkw überholen. Der 43-jährige Fahrer aus Erlangen verriss beim Ausscheren sein Fahrzeug und kam ins Schleudern. Der Sprinter drehte sich, kippte um und kam entgegen der Fahrtrichtung auf der Überholspur zum Liegen.

Ein nachfolgender Lkw-Fahrer beobachtete den Unfall, brachte seinen Lkw jedoch erst nach der Unfallstelle auf der linken Spur zum Stehen.

Ein nachfolgender Audi, besetzt mit fünf Personen, hielt vor der Unfallstelle auf der linken Spur, um ebenfalls Hilfe zu leisten und die Unfallstelle für den nachfolgenden Verkehr abzusichern. Die 15-jährige Tochter des Fahrers blieb im Pkw sitzen und wurde bei dem anschließenden Auffahrunfall leicht verletzt.

Der Fahrer eines polnischen Reisebusses fuhr auf der rechten Fahrspur und wollte die vor ihm fahrende Kolonne überholen. Beim Ausscheren touchierte er einen langsamer fahrenden Lkw, geriet ins Schlingern, prallte in die Unfallstelle und schob die drei stehenden Fahrzeuge ineinander.

Der mit 43 Reisegästen und zwei Fahrern besetzte Bus kam nach rechts von der Fahrbahn ab und landete im angrenzenden Wald. Sechs Fahrgäste wurden dabei leicht verletzt, ein Busfahrer erlitt mittelschwere Verletzungen. Alle anderen Reisegäste kamen in das Rotkreuz-Haus nach Schwabach, um dort auf ihren Ersatzbus zu warten.

An der Unfallstelle waren 17 Personen der Feuerwehr Neuendettelsau, 50 Rettungskräfte der umliegenden Krankenhäuser sowie die Autobahnmeisterei Herrieden und ein Notfallseelsorger eingesetzt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ansbach wurde ein Sachverständiger zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen.

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