Polizisten halfen bei anstehender Geburt


Goslar (ots) – Schnee und Glatteis kann viel stoppen und aufhalten – zwei Dinge aber nicht. Erstens: Das Leben. Zweitens: Die Polizei aus dem Hochharz. 

Zwei Beamte der Polizeistation Braunlage erlebten dieses Jahr eine ganz andere Heilige Nacht. Gegen 02:45 Uhr erreichte sie die Nachricht, dass aufgrund der extremen Wetterlage ein Rettungswagen nicht mehr von St. Andreasberg nach Herzberg fahren konnte.

Für diese Fahrt gab es einen guten Grund: bei einer hochschwangere Frau hatte der Geburtsvorgang begonnen. Der Rettungsdienst bat um Unterstützung.

Die beiden Polizisten fuhren mit ihrem Funkstreifenwagen bei extremer Straßenglätte los und gelangten wohlbehalten nach St. Andreasberg.

Bei der Frau platzte die Fruchtblase, die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen. Es musste gehandelt werden.

Die Polizisten fassten nach Rücksprache mit dem RTW-Team einen Entschluss: Türen des Funkwagens auf, Frau und Rettungsassistent rein – die Fahrt Richtung Krankenhaus begann.

Heil und mit dem Baby noch im Bauch der Mutter kam man in Bad Lauterberg an, wo bereits ein Rettungswagen für den weiteren Transport nach Herzberg zur dortigen Klinik bereit stand.

Für die Polizisten gab es am Ende aber auch noch eine „schlechte“ Nachricht: Der neue Erdenbürger wurde von seinen dankbaren Eltern nicht nach den helfenden „Engeln“ benannt. „Mieke“ passt zu einem Mädchen doch wohl besser als „Olli“ oder „Jupp“.

„Das Mädel ist 51 cm lang und wiegt 3090 g und ist fit wie ein Turnschuh“, heißt es im Polizeibericht.

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