Mehrere Verletzte durch Reizgas


Stuttgart (ILS) – Über den Notruf 112 meldete am Mittwochmittag um 11:52 Uhr ein Anrufer der Integrierten Leitstelle Stuttgart einen stechenden chemischen Geruch in einer Schule. Mehrere Schüler klagten über Reizungen der Atemwege. 

Beim Eintreffen der Feuerwehr konnte nur noch ein leichter Geruch festgestellt werden, das betroffene Geschoss wurde geräumt. Die Feuerwehr nahm verschiedene Messungen vor, konnte aber keinen Gefahrstoff nachweisen.

Der Geruch wurde von den Betroffenen als „ähnlich Pfefferspray“ beschrieben. Seitens der Polizei wird daher vermutet, dass Unbekannte ein Reizgas im Treppenraum versprühten.

Insgesamt klagten 29 Schüler über Beschwerden und wurden vom Notarzt und dem Rettungsdienst untersucht. Aufgrund der hohen Anzahl von Betroffenen wurde durch den Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes zusätzlich ein Großraumrettungswagen alarmiert. Zehn Patienten waren leicht verletzt und wurden im G-RTW versorgt. Zwei Patienten mussten mit Rettungswagen und acht Patienten mit dem Großraumrettungswagen in ein Krankenhaus transportiert werden.

Der Rettungsdienst war mit sieben Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort. Die Berufsfeuerwehr Stuttgart rückte mit 16 Kräften und sechs Fahrzeugen aus.

One Response to “Mehrere Verletzte durch Reizgas”

  1. campesino on April 16th, 2010 20:44

    Pfefferspray ist nicht flüchtig und fast geruchloch, nur wenn man seine Nase ganz dranhält, riecht es nach Paprika bzw. Chili.

    Wenn es sich bei der Sache um versprühtes Reizgas gehandelt hat, dann um CN oder (viel wahrscheinlicher) CS.
    CS ist hochgradig flüchtig (ein Aufsprühen auf die Brust des Angreifers reicht zur Abwehr!) und verursacht auch noch in geringen Konzentrationen Reizungen der Atemwege. Die Anwendung in geschlossenen Räumen ist Kamikaze. Dass dieses Zeug immer noch erlaubt ist (Verkauf, Besitz und Führen ab 14 Jahren) , erscheint mir unverantwortlich.

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