Masernausbruch in Hamburg


Hamburg (rd.de) – Die Zahlen deuteten es schon an, nun ist es Gewissheit: Hamburg erlebt einen Ausbruch der Masern, dramatisch genug, um vor besonders betroffenen Bezirken zu warnen und die Bürger zur Impfung zu rufen.

Die Forscher vom Robert-Koch-Institut haben nun für Untersuchungen und Studien zur Epidemiologie der Masern besonders kurze Wege: Derzeit ist die Zahl der dem RKI übermittelten Masernfälle in Hamburg deutlich höher als in den Vormonaten. In der Hansestadt sind seit Anfang dieses Jahres schon mehr Masernfälle aufgetreten als in den vergangenen drei Jahren zusammen. Um die Masern zu eliminieren, müssten 95 Prozent aller Kinder zweimal geimpft sein. Die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des RKI zeigt, dass etwa ein Viertel der Jugendlichen nicht über einen ausreichenden Masernimpfschutz verfügt.

„In den letzten Wochen sind in ganz Hamburg immer wieder Erkrankungen an Masern aufgetreten. In Hamburg-Mitte ist eine Häufung im Ortsteil Wilhelmsburg festzustellen. Dort sind in dieser Woche auch wieder etliche Neuerkrankungen festgestellt worden“, warnt die Hamburger Gesundheitsbehörde. Das Gesundheitsamt Hamburg-Mitte ruft dringend dazu auf, den aktuellen Impfstatus zu überprüfen und fehlende Masernimpfungen schnellstmöglich beim Haus- oder Kinderarzt durchführen lassen!

Auf einer Sonderwebseite informiert die Stadt Hamburg ihre Bürger, wie sie sich im Falle einer Masernerkrankung zu verhalten haben und bietet hierfür auch Merkblätter in russisch, türkisch, französisch und englisch an.

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