Malteser stellen Bundes-KTW in Dienst


Am Malteser Zentrum in Lippstadt wurde der neue Bundes-KTW seiner Bestimmung übergeben. Das Bild zeigt (von links): Hans-Georg Foterek (Lt. Ausbildung MHD LP), Gerd Reifer (Ortsseelsorger MHD LP), Franz-Anton Becker (Referat Kat.S. MHD), Günter Kock (Kreisbrandmeister), Peter Katze (Geschäftsführer MHD LP), Werner Lohn (MdL), Willi Rappold (Stadtbeauftragter MHD LP), Alain K. Gerwin (stv. Stadtbeauftragter MHD LP) Hans Peter Trilling (ärztlicher Leiter Rettungsdienst Kreis Soest), Ralf Schwemmer (Zugführer MHD LP), Michael Rappold (Leiter Sanität MHD LP).

Am Malteser Zentrum in Lippstadt wurde der neue Bundes-KTW seiner Bestimmung übergeben. Das Bild zeigt (von links): Hans-Georg Foterek (Lt. Ausbildung MHD LP), Gerd Reifer (Ortsseelsorger MHD LP), Franz-Anton Becker (Referat Kat.S. MHD), Günter Kock (Kreisbrandmeister), Peter Katze (Geschäftsführer MHD LP), Werner Lohn (MdL), Willi Rappold (Stadtbeauftragter MHD LP), Alain K. Gerwin (stv. Stadtbeauftragter MHD LP) Hans Peter Trilling (ärztlicher Leiter Rettungsdienst Kreis Soest), Ralf Schwemmer (Zugführer MHD LP), Michael Rappold (Leiter Sanität MHD LP).

Kreis Soest (ps) – Das NRW-Innenministerium hat dem Malteser Hilfsdienst (MHD) im Kreis Soest für seine erste Einsatzeinheit einen Notfall-Krankentransportwagen (KTW) Typ B(1) des Bundes zugewiesen.

Das neue Fahrzeug wurde jetzt am Malteser Zentrum in Lippstadt von Ortsseelsorger Pfarrer Gerd Reifer eingesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

Zu den Gästen der Feierstunde zählten MdL Werner Lohn, Hans-Peter Trilling, ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Kreises Soest, Franz-Anton Becker, Referatsleiter Katastrophenschutz Malteser in der Diözese Paderborn, Kreisbrandmeister Günter Kock und zahlreicher Mitarbeiter und Führungskräfte der Lippstädter Malteser.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat dem Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 24 KTW Typ B für den Katastrophenschutz im Zivilschutz zugeteilt. Einer davon ging an den Malteser Hilfsdienst in Lippstadt, weil dort bereits ein Gerätewagen Sanität (GW-San) des Landes Nordrhein-Westfalen stationiert ist, der im Rahmen des Notfallkonzeptes für einen Massenanfall von Verletzten (MANV) des Kreises Soest eingesetzt wird.

Das rund 75.000 Euro teure neue Fahrzeug wurde speziell für den ergänzenden Katastrophenschutz bzw. den Zivilschutz entwickelt. „Die Besonderheit des Notfall-Krankentransportwagen Typ B ist die Ausstattung mit zwei Patiententragen“, erklärte Malteser Zugführer Ralf Schwemmer während der Feierstunde. „Das erlaubt den Transport und die Erstversorgung von zwei Verletzten oder Erkrankten“.

Der Notfall-KTW führt die Sanitätsausstattung nach EN 1789 mit: Fahrtrage Stollenwerk inklusive Nottrage, Schaufeltrage, Vakuummatratze und Krankentragestuhl sowie spezielle Katastrophenschutzausrüstung. Weiterhin befindet sich ein pneumatisch gedämpfter Ambulanztisch an Bord. Die zweite Trage ist seitlich verstaut und kann bei Bedarf einfach heruntergeklappt werden.

Daneben verfügt der Notfall-KTW über einen Trennwandschrank mit Apothekerauszug, ein Medikamentenfach, eine Thermobox, einen Schrank für Notfallrucksäcke inklusive Handwaschgelegenheit. Hinten links befindet sich ein Hochschrank für Sauerstoff, zusätzlich sind Halterungen für die mitgeführte Vakuummatratze, Schaufeltrage und den Krankentragestuhl vorhanden. Im Aufbau können – sofern nur eine Krankentrage in Verwendung – zwei Begleitersitze besetzt werden. Die Decke ist mit einem Infusionshalter versehen.

Im Patientenraum besteht die Möglichkeit medizintechnische Geräte nach DIN EN 1789, wie zum Beispiel EKG oder Defibrillator, anzuschließen. „Theoretisch ist der Notfall-KTW Typ B ein RTW, wenn das entsprechende medizinische Gerät mitgeführt wird“, brachte es Michael Rappold, Gruppenführer Sanität bei den Maltesern, auf den Punkt.

Der Bund legte bei der Beschaffung großen Wert auf den täglichen Nutzen für die Hilfsorganisation. Hintergrund ist ein neues Ausstattungs- und Gefahrenabwehrkonzept. Insgesamt sollen 488 Notfall-KTW an die Länder übergeben werden, davon alleine 230 bis Ende 2010. Die Länder ihrerseits verteilen nach einem bestimmten Schlüssel auf die Regierungsbezirke, die es dann an einzelne Einheiten weitergeben.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?