Landstraße bleibt Unfallschwerpunkt


Bergisch-Gladbach (pm) - Unfälle auf Landstraßen tragen seit vielen Jahren überproportional zu schweren Verkehrsunfällen bei. Nach einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen bleibt die Landstraße ein Unfallschwerpunkt, doch die Unfallzahlen sind rückläufig. Im Rahmen einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen wurden das Unfallgeschehen 2007 und die Entwicklung der Unfallzahlen seit dem Jahr 2000 analysiert. Landstraßen sind hinsichtlich der Unfallschwere seit Jahren ein Schwerpunkt für die Verkehrssicherheitsarbeit. Die Analyse des Unfallgeschehens auf Landstraßen erfolgte auf Basis der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik. Im Jahr 2007 ereigneten sich auf Landstraßen etwa 86.000 Unfälle mit Personenschaden. Dabei wurden 3.012 Personen getötet. Mit 35 Getöteten je 1.000 Unfälle mit Personenschaden liegt die Unfallschwere deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Allerdings ist die Entwicklung der Unfallzahlen rückläufig. Im Zeitraum zwischen 2000 und 2007 sank die Zahl der Unfälle auf Landstraßen um 23 Prozent und die Zahl der Getöteten um 37 Prozent. Insgesamt hat sich die Straßenverkehrssicherheit auf Landstraßen deutlich verbessert, die Unfallschwere ist jedoch nach wie vor sehr hoch. Daher sollten Landstraßen ein Schwerpunkt für die Verkehrssicherheitsarbeit bleiben. Die in der Studie aufgezeigten Unfallhergänge können bei der Maßnahmenentwicklung wichtige Anhaltspunkte dafür geben, in welchen Bereichen noch Verbesserungspotenzial besteht. Hinsichtlich der Ursachen für Unfälle von Fußgängern und Radfahrern besteht weiterer Forschungsbedarf.

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