Kritik an Steuerplänen für Bundesfreiwilligendienst


Berlin (rd.de) – Sozialverbände und das DRK warnen vor einer möglichen Versteuerung der Bezüge beim Bundesfreiwilligendienst.

Das Bundesfinanzministerium will Wehrdienstleistende und auch Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst finanziell stärker belasten. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wagt damit einen umstrittenen Vorstoß. Die Idee ist Presseberichten zufolge im Entwurf zum Jahressteuergesetz 2013 enthalten.

Ein Staatssekretär des Bundesfamilienministeriums wies den Vorschlag zurück: Eine Steuerpflicht könne den Eindruck erwecken, der Staat wolle sich am freiwilligen Engagement der jungen Menschen auch noch bedienen, berichtet der Deutschlandfunk.

Das DRK teilt diese Kritik: „Junge Menschen in Deutschland wollen sich engagieren. Sie machen es für eine sehr geringe Aufwandsentschädigung. Sollten sich diese Meldungen bestätigen, wäre es ein völlig falsches Signal. Freiwilliges Engagement muss belohnt und nicht bestraft werden“, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters in Berlin.

2.500 Menschen machen zur Zeit einen Bundesfreiwilligendienst beim Deutschen Roten Kreuz.

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