Köln: Passant wurde von U-Bahn-Zug mitgeschleift


Köln (BF) – Fast zeitgleich halfen Feuerwehr und Rettungsdienst Köln am Donnerstag (10.04.2014) bei zwei schweren Unfällen. 

Gegen 17.00 Uhr meldeten Fahrgäste einen verletzten Mann, der im U-Bahnhof Friesenplatz zwischen einer Stadtbahn und dem unterirdischen Bahnsteig hinge. Sofort alarmierte die Leitstelle Rettungsdienst und Feuerwehr der Wache Innenstadt.

Vor Ort stellte der Zugführer fest, dass sich der 45-jährige Mann schwerverletzt zwischen Vorder- und Hinterwagen des U-Bahnzuges befand. Der Mann war jedoch nicht eingeklemmt. Zeugen berichteten, er sei torkelnd gegen den Hinterwagen der einfahrenden Bahn gestoßen, mit den Beinen zwischen Bahnsteig und Bahn geraten und dadurch mitgeschleift worden.

Die Feuerwehr sicherte mit dem Fahrer die Bahn, räumte den Bahnsteig und lagerte den Verletzten auf dem Bahnsteig. Der Rettungsdienst stellte mehrere schwere Verletzungen fest und leitete eine Notfallnarkose ein. Schwere Gesichtsverletzungen erschwerten die Behandlung. Nach Stabilisierung transportierte der Rettungsdienst den Patienten in ein Kölner Krankenhaus.
 
Weniger als eine halbe Stunde später meldeten Anrufer einen schweren Unfall auf der Industriestraße. Ein Mann sei in seinem Fahrzeug eingeklemmt. In diesem Fall alarmierte die Leitstelle den Löschzug, den Rüstzug, Führungsdienst und Rettungsdienst der Feuerwache Weidenpesch sowie Einheiten aus Chorweiler und Ehrenfeld.

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen Transporter, der auf den Schüttgut-Auflieger eines Lastzuges aufgefahren und am Fahrerhaus stark verformt war. Vor und hinter dem Unfall standen sechs Pkw und acht Personen. Der Fahrer des Transporters war tödlich verletzt und eingeklemmt. Die Ladung (Zeitschriften) hatte ihn zusätzlich erdrückt.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr und sperrte die Industriestraße. Der Rettungsdienst konnte nur noch den Tod des Fahrers feststellen und betreute die Personen aus den Pkw. Die Betroffenen machten sich zum Teil schwere Vorwürfe, dass sie nicht mehr helfen konnten. Eine Notfallseelsorgerin wurde hinzugezogen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?