Heilbronn wird zur 112 gedrängt


Heilbronn (rd.de) – Das Sozialministerium in Baden-Württemberg erwartet bei der Umstellung auf die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 Vollzug. In Heilbronn hat man kein Verständnis für die Eile.

Gerade erst wurde der Vertrag für eine neue gemeinsame Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst unterschrieben, doch vor 2011 wird das gemeinsame Dach nicht fertig sein. Das Sozialministerium pocht allerdings auf eine sofortige Umsetzung der EU-Notrufrichtlinie, nach der die landestypische 19222 als Rufnummer für den Rettungsdienst auf das Altenteil geschickt und gegen die 112 als Notrufnummer ausgetauscht werden soll.

Nach einem Bericht der Heilbronner Stimme, befürchten die im Rettungsdienst beteiligten Organisationen und die Feuerwehr, dass eine Abschaltung der 19222 zu Qualitätsverlusten bei der Alarmierung führen würde. Bislang gibt es offenbar nur eine Weiterschaltung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst. Liefen alle Notrufe bei der Feuerwehr auf, wären Verzögerungen bei der Abarbeitung vorhersehbar.

Nun hoffen die Beteiligten eine Übergangsabsprache mit dem Ministerium treffen zu können. Das Sozialministerium verweist allerdings darauf, dass es ja bereits 2007 eine klare Weisung zum Notruf gegeben hätte.

Mehr Information: Heilbronner Stimme

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