Gütersloh: Kreis will Rettungsdienst in Eigenregie


Gütersloh (rd.de) – Für die Kolleginnen und Kollegen des Arbeiter-Samariter-Bundes sowie der Malteser im Kreis Gütersloh könnten berufliche Veränderungen anstehen. Wie das „Haller Kreisblatt“ am Donnerstag (04.09.2014) berichtete, plant der Kreis, den Rettungsdienst künftig komplett in Eigenregie durchzuführen.

Bereits jetzt befinden sich bis auf eine Rettungswache in Harsewinkel schon alle Standorte in der Hand des Kreises Gütersloh. Malteser und Samariter stellen darüber hinaus den Krankentransport sicher.

Hintergrund der Überlegungen des Kreises, den Rettungsdienst vollständig zu übernehmen, scheinen nicht zuletzt organisatorische Überlegungen zu sein. Die beiden betroffenen Hilfsorganisationen sowie das DRK und die Johanniter sehen die Pläne kritisch.

Hier geht’s zum Bericht des „Haller Kreisblatts“

(08.09.2014)

One Response to “Gütersloh: Kreis will Rettungsdienst in Eigenregie”

  1. Jörn on September 19th, 2014 20:59

    Weitere Kommunalisierungen oder Vergaben an private Rettungsdienst-Unternehmen? Das ist eine der Fragen, die man sich im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW zurzeit stellt.

    Aus diesem Grund hat die oppositionelle CDU-Landtagsfraktion zu einem
    so genannten #werkstattgespräch eingeladen. Das Expertenhearing unter dem Titel „Zukunft des Rettungsdienstes in Nordrhein-Westfalen“ findet bereits am kommenden Dienstag, 23. September 2014, Beginn: 17:00, Abschluss: 19:00 Uhr, im Düsseldorfer Landtag statt. Anschließend gibt es einen kleinen Imbiss.

    In der Einladung der CDU-Landtagsfraktion heißt es dazu unter anderem:

    „Der vorgelegte Entwurf ‚Zweites Gesetz zur Änderung des Rettungsdienstgesetzes‘ seitens der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen wirft viele Fragen auf, die wir gerne mit den Beteiligten des Rettungswesens diskutieren möchten.

    Wir freuen uns, mit Expertinnen und Experten die Auswirkungen des Gesetzesentwurfes für das Rettungswesen in Nordrhein-Westfalen unter den verschiedensten Aspekten zu betrachten. Hierbei sind die Arbeitsplatzsicherheit und der Bestandsschutz ebenso Thema wie die Auswirkungen für den Katastrophenschutz, das ehrenamtliche Engagement, den Bevölkerungsschutz und die Ausbildung.

    Wir wollen hinterfragen, ob das Gesetz die Sicherheit der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen gefährdet, wo es Verbesserungsvorschläge, Wünsche seitens der Expertinnen und Experten gibt und zu welchen Ergebnissen die Umsetzung des vorgelegten Gesetzesentwurfes führt.

    Wir als CDU-Landtagsfraktion wollen mit Ihrer Hilfe eine bestmögliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen erreichen und freuen uns dabei auf Ihre sachkundige und fundierte Unterstützung.“

    Als Experten nehmen an der Diskussionsrunde teil:
    – Ulrich Bogdahn von der AG der Leiter der Berufsfeuerwehren
    – Dr. Christian von Kraack vom Landkreistag
    – Frank Riebandt von der AG der Notärzte
    – Udo Pokowietz vom Unternehmerverband privater Rettungsdienste
    – Dr. Sascha Rolf Lüder vom DRK-LV Westfalen-Lippe

    Weitere Informationen finden der interessierte Leser bzw. die interessierte Leserin hier:
    http://www.cdu-nrw-fraktion.de/sites/default/files/einladung_rettungsdienst230914.pdf

    Angesichts der (Ver-)Irrungen und Wirrungen bei der Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes im Land NRW dürften am Dienstag spannende Gespräche zu erwarten sein.

    Abendliche Grüße in den Westen

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