GPS-Schilder für mehr Sicherheit am Strand


St. Peter-Ording (pm) – GPS-vermessene Notfall-Schilder für eine schnellere Rettung am Stand sorgen in St. Peter-Ording ab sofort für mehr Sicherheit.

In den vergangenen Tagen waren die Mitarbeiter des Bauhofes der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording damit beschäftigt, an allen freistehenden Holzpfählen Notfall-Schilder anzubringen. Auf diesen insgesamt 49 Tafeln, die sich auf der 12 Kilometer langen Sandbank von St. Peter-Ording verteilen, steht neben der Notrufnummer „112“ eine dreistellige Standortnummer. Bei einem Notruf kann die Rettungsleitstelle nun unter anderem diese Standortnummer abfragen und sie an die Einsatzkräfte vor Ort weiterleiten. Da alle Schilder-Standorte exakt mittels GPS-Koordinaten vermessen wurden, können sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG mit ihren wasserfesten GPS-Handgeräten daraufhin direkt zum jeweiligen Notfallort navigieren lassen. Die Rettungsleitstelle hat ebenfalls die Schilder-Koordinaten in ihrem Einsatzleitsystem aufgenommen und kann die Einsatzinformationen an die Rettungskräfte vor Ort weitergeben. Zusätzlich sind die Einsatzmittel von Rettungsdienst, Polizei und der Niebüller DRF-Rettungshubschrauber mit gedruckten Lageplänen ausgestattet worden.

„Wir erhoffen uns durch diese Ergänzung eine Effektivitätssteigung bei der Durchführung von Rettungsmaßnahmen, insbesondere bei Personen, die sich im Nebel am Strand verlaufen haben und bei akuten medizinischen Notfällen“, sagt Nils Stauch von der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording. Sukzessive werden alle Pfahlbauten, Stege, Brücken und Parkplatzgrenzen mit Koordinaten eingemessen und können somit für unterschiedliche touristische Zwecke verwendet werden.

Einen ersten Realeinsatz hat das neue Notfall-Schildersystem während der Installationsphase bereits erfolgreich hinter sich gebracht. In der Silvesternacht verlief sich eine Strandbesucherin im dichten Nebel. Sie fand kurze Zeit später die Standortangabe an einem der Holzpfähle und alarmierte per Handy die Rettungsleitstelle. Die Person konnte innerhalb kurzer Zeit von der Besatzung eines DLRG-Allradfahrzeugs gefunden und zurück zum Deich gebracht werden.

2 Responses to “GPS-Schilder für mehr Sicherheit am Strand”

  1. Reiner Graupe on Januar 25th, 2012 15:13

    = Top-Idee für Wälder: Wanderer, die sich verlaufen oder verletzt haben, könnten schneller geortet werden….

  2. der Münchner on Januar 25th, 2012 18:20

    noch schneller geht es, wenn der Wanderer ein GPS Handy hat, dann kann er die Koordinaten ohne Mastensuchen durchgeben. 😉

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