Forscher lösen Rettungseinsatz im Watt aus


Kreis Dithmarschen (ots) – Polizei, Feuerwehr und Rettungshubschrauber wurden gestern Mittag von einer Urlauberin aus Köln alarmiert: Die Frau hatte zwei Personen im Watt beobachtet, die wegen der einsetzenden Flut in Schwierigkeiten kommen könnten.

Der starke auflandige Wind bis zu Windstärke zehn hatte ein vollständiges Abfließen des Ebbstroms verhindert. Das Wasser im Priel, der sich zwischen dem Festland und den beiden Personen befand und durch den sie hindurch mussten, wenn sie sicheren Boden erreichen wollten, schien für sie zu einer unüberwindlichen Barriere zu werden. Er war augenscheinlich schon voll Wasser gelaufen.

Die Polizei benachrichtigte die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 42“ aus Rendsburg, der umgehend in Richtung Westküste flog.

Die Hubschrauberbesatzung nahm vor Ort per Lautsprecher direkten Kontakt zu den Personen im Watt auf. Wie sich später herausstellen sollte, waren es zwei Männer, die für eine Firma Bodenproben im Watt nehmen sollten. Sie waren mit Neopren-Anzügen ausgestattet.

Weil die Lage dennoch nicht genau eingeschätzt werden konnte – unbekannt war die Höhe des tatsächlichen Wasserstandes im Priel – entschloss sich die Polizei in Absprache mit der Feuerwehr, die Besatzung des SAR-Hubschraubers in Helgoland zu alarmieren. Grund: „Der Hubschrauber ist mit einer Seilwinde ausgestattet. Mit der hätten die Männer im Bedarfsfall aus dem Watt gezogen werden können“, erklärte Polizeimeister Oliver Strunck der Polizei-Zentralstation Marne später.

Kurz vor Eintreffen des SAR-Hubschraubers konnte Entwarnung gegeben werden: Die beiden Männer hatten den Priel durchschritten und sich selbst in Sicherheit gebracht. „Die beiden Männer haben Glück gehabt“, meint Polizeimeister Strunck. „Das Wasser kam schneller als erwartet. Es war relativ knapp für sie.“

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