FDP fordert mehr Mittel für den Sanitätsdienst der Bundeswehr


Auch in den Bundeswehrkrankenhäusern fehlt Personal (Foto: Sanitätsdienst Bundeswehr / Markus Ückerseifer)Berlin (pm) – Bei den Haushaltsberatungen zum Etat 2011 der Bundeswehr wird die FDP auf erhebliche Verbesserungen und Veränderungen im Sanitätswesen der Bundeswehr drängen.

In den vergangenen zwei Jahren haben über 120 Sanitätsoffiziere die Bundeswehr verlassen. Viele Sanitätsoffiziere haben sich beurlauben lassen; viele arbeiten nur noch auf Teilzeit. Zahlreiche Sanitätsoffiziere sind nicht auslandseinsatzfähig. Das Sanitätswesen der Bundeswehr ist in einer ernsten Situation, zumal es hier erheblichen Nachwuchsmangel gibt. So ist auch die Zahl der Sanitätsoffizierbewerber erheblich zurückgegangen.

Besonders in den Bundeswehrkrankenhäusern ist die Situation inzwischen kritisch. So können Notdienst und Bereitschaftsdienst nur noch mit Vertragsärzten aufrechterhalten werden. In anderen Bundeswehrkrankenhäusern können einige Operationssäle nicht mehr mit ausreichendem Personal betrieben werden und die Station für schwere Brandopfer im BWK Koblenz ist zum Beispiel nicht voll arbeitsfähig.

Die FDP wird daher bei den Haushaltsberatungen zum Etat 2011 das Sanitätswesen der Bundeswehr zu einem der Schwerpunkte der Beratung machen. Die Angehörigen der Bundeswehr müssen sich darauf verlassen können, dass sie jederzeit kurzfristig eine gute ärztliche Versorgung erhalten.

So ist auch bei den posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) von Soldaten, die aus Afghanistan zurückkehren, bisher die Versorgung sehr mangelhaft, da es an ausreichendem Fachpersonal für die Behandlung fehlt. Es ist auch davon auszugehen, dass es eine signifikante Dunkelziffer von PTBS-Erkrankungen gibt.

Die FDP wird sich intensiv für eine Verbesserung des Sanitätswesens einsetzen und dazu dem Bundesverteidigungsministerium einen umfassenden Fragenkatalog übermitteln.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?