Erste Pilotin beim Marinefliegergeschwader 5


Glücksburg (ots) – Susanne Tewes ist die erste Pilotin des Marinefliegergeschwaders 5 in Kiel-Holtenau. Noch befindet sich die 28-jahrige Lüneburgerin in der Ausbildungsphase für den Marinehubschrauber „Sea King“.

„Hubschrauber sind für mich eine Faszination. Auch das Interesse, bei der Deutsche Marine zu dienen, war schon lange da“, sagt die junge Offizierin.

Am 1. November 2005 trat Susanne Tewes in die Bundeswehr ein. Sie absolvierte ihre nautische und militärische Ausbildung an der Marineschule Mürwik und fuhr mit dem Einsatz- und Ausbildungsverband bis nach Simonstown in Südafrika. An der Heereswaffenfliegerschule Bückeburg wurde sie weiter ausgebildet, wie auch alle anderen Hubschrauberpiloten der Bundeswehr. Die Hubschrauberführergrundausbildung dauert ein Jahr. Sie beinhaltet die Sicht- und die Instrumentenflugqualifikation und umfasst rund 200 Hubschrauberflugstunden. Geübt wird auch in einem Simulator, der das Fliegen mit dem Schulungshubschrauber realistisch darstellt. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung führt zum Erwerb des Militärluftfahrzeugführerscheins, der zukünftig auch zivil als Berufshubschrauberführerschein anerkannt werden kann.

Die ersehnten Fliegerschwingen, welche Militärpiloten kennzeichnen, wurden Susanne Tewes am 22. August 2008 verliehen. Danach begann für sie die Vorbereitung auf die Muster- und Einsatzflugausbildung auf dem „Sea King“. Dort erhält sie das Rüstzeug für ihre Einsatzaufgaben und wird auf den Hubschraubertyp „Sea King“ eingewiesen. Dazu gehört auch ein Überlebenstraining, in dem das Vorgehen bei Abstürzen über See oder an Land geübt wird.

Noch 800 Flugstunden müssen geflogen werden

Seit September 2008 ist die Lüneburgerin beim Marinefliegergeschwader 5. Dort findet die spezifische Ausbildung am „Sea King“ statt. Momentan hat sie circa 200 Flugstunden hinter sich gebracht. Noch 800 Flugstunden benötigt Susanne Tewes, um in einen Einsatz geschickt werden zu dürfen.

Zu ihrem künftigen Aufgabenspektrum gehören unter anderem auch der Such- und Rettungsdienst (SAR) sowie die Not- und Katastrophenhilfe.

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