Drei Tote nach Wildunfall


Fulda (ots) – Drei Tote und eine Schwerverletzte forderte ein Wildunfall in der Nacht zum Sonntag um 0.11 Uhr auf der A5 nahe Alsfeld.

Der 31 jährige Fahrer eines Kleintransporters aus Hildesheim erwischte ein auf die Fahrbahn laufendes Wildschwein. Das Wildschwein blieb auf der linken Fahrspur liegen, der Fahrer konnte sein Fahrzeug auf den Standstreifen sicher zum Stehen bringen. Kurz danach ist ein Honda aus Göttingen über das bereits tote Tier gefahren. Auch hier gelang es der 28-jährigen Fahrerin aus Göttingen, ihren Pkw sicher auf dem Standstreifen anzuhalten. Als die drei weiblichen Insassen des Autos aus Göttingen, ihren Schaden begutachteten, kam ein 46-jähriger Mercedes-Fahrer aus Vellmar mit vermutlich sehr hoher Geschwindigkeit an und fuhr auch über das auf der Fahrbahn liegende Wildschwein. Danach übersteuerte er seinen Wagen derart, dass er nach rechts in die Außenschutzplanken geschleudert wurde. Von dort wurde das Fahrzeug abgewiesen und krachte mit voller Wucht auf den Göttinger Honda, hinter dem wahrscheinlich die drei Fahrzeuginsassinnen standen. Durch diesen Aufprall wurden die Frauen so schwer verletzt, dass zwei von ihnen noch an der Unfallstelle verstarben. Der Fahrer des Mercedes aus Kassel wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und verstarb ebenfalls noch an der Unfallstelle.
Die dritte Insassin des Hondas, eine 22 jährige Amerikanerin wurde ins Krankenhaus Alsfeld zur stationären Behandlung verbracht.

Bei den zwei weiblichen Toten handelte es sich um Angehörige einer Göttinger Basketballmannschaft. Der überwiegende Teil der Mannschaft folgte in zwei nachfolgenden Kleinbussen und die wurden unvermittelt Augenzeugen des Unfallszenarios. Zu deren Betreuung wurde der Notfallseelsorger des Vogelsbergkreises angefordert.

Um eine genaue Rekonstruktion des Unfallherganges zu erlangen, wurde ein Gutachter zur Vermessung und Sicherung der Spuren angefordert. Die Unfallstelle erstreckte sich über eine Länge von ca. 250 Metern. Während der Unfallaufnahme und Bergung aller Beteiligten und Fahrzeuge musste die A 5 Richtung Nord für etwa fünf Stunden voll gesperrt werden.

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