BRK weist auf Schwachstellen im neuen Rettungsdienstgesetz hin


München (rd.de) – Auch wenn das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die geplante Erneuerung des Rettungsdienstgesetzes für den Freistaat begrüßt, weist es dennoch auf Schwachstellen im Gesetz hin.

Die Einführung des Notfallsanitäter hat auch Auswirkungen auf das Ehrenamt. Foto: Markus Brändli

Die Einführung des Notfallsanitäter hat auch Auswirkungen auf das Ehrenamt. Foto: Markus Brändli

Das BRK befürchtet, dass es die Hilfsorganisationen es nicht schaffen werden bis 2021 all ihre Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern zu qualifizieren. Deshalb soll die Frist zur Nachqualifizierung um zwei Jahre verlängert werden.

Ab 2024 schreibt das geplante Gesetz verbindlich vor, dass jeder bayerische Rettungswagen mit einem Notfallsanitäter besetzt werden soll. Auch diese Vorgabe sieht das BRK kritisch. Damit würden vor allem ehrenamtlich besetzte Rettungswagen der BRK-Bereitschaften von Einsätzen ausgeschlossen. Deswegen soll nach Ansicht der Organisation der Rettungsassistent auch nach 2024 nicht komplett abgeschafft werden.

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Letztendlich müsse mit dem neuen Gesetz auch geklärt werden, wie die Qualifizierung von Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter bezahlt werden solle. Das BRK sieht hier die Krankenkassen in der Pflicht. Sie sollen für die Lehrgangskosten aufkommen.

(01.02.2016)

4 Responses to “BRK weist auf Schwachstellen im neuen Rettungsdienstgesetz hin”

  1. Alex R on Februar 2nd, 2016 00:07

    Der Rettungsassistent soll nach 2024 nicht komplett abgeschafft werden? Was will den Bayern schon wieder für ne Extrawurst???
    Da ist ein Berufsbild geschaffen worden das die Arbeit im Rettungsdienst aufwertet und man will dennoch an einer veralteten Berufsbezeichnung festhalten.
    Warum?

  2. Doggi on Februar 2nd, 2016 14:09

    Bayern eben Alex….. wie immer

  3. Rene Z. on Februar 2nd, 2016 16:00

    Die Antwort liefert Artikel 12 Absatz 2 des BayRDG insbesondere Satz 3

    (1)Krankenkraftwagen sind im Einsatz mit mindestens zwei geeigneten Personen zu besetzen. (2)Beim Krankentransport hat mindestens ein Rettungssanitäter mit einer nach Art. 2 8 Abs. 1 Nr. 4 zu bestimmenden Qualifikation, bei der Notfallrettung hat mindestens ein Rettungsassistent den Patienten zu betreuen. (3)Von Satz 2 kann ausnahmsweise im Einzelfall abgewichen werden, wenn ansonsten der Krankenkraftwagen nicht zum Einsatz kommen könnte.

  4. Rene Z. on Februar 2nd, 2016 16:05

    KORREKTUR FALSCHES RETTUNGSDIENSTGESETZ ERWISCHT:

    Die Antwort liefert Artikel 43 Absatz 3 BayRDG, dass das Abweichen von der Besatzung bereits jetzt möglich ist:

    (3) Von den Anforderungen des Abs. 1 Satz 2 und des Abs. 2 Satz 3 kann im Einzelfall ausnahmsweise abgewichen werden, wenn ansonsten das Einsatzfahrzeug nicht zum Einsatz kommen könnte.

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