Borkum erfüllt Weltnorm für Wasserrettung


Bad Nenndorf/Borkum (DLRG) – Die Touristen kommen gern an die  Nordseeküste und auf die Ostfriesischen Inseln. Zwischen Borkum und Wangerooge sowie Cuxhaven und Norddeich werden die Strände durch Rettungsschwimmer des DLRG-Landesverbandes Niedersachsen mit Sitz in Bad Nenndorf ehrenamtlich bewacht.

Die Wirkung auf die Urlauber von professionell bewachten Stränden durch die DLRG ist nicht zu unterschätzen. Beaufsichtigte Strände geben den Badegästen „ein Mehr“ an Sicherheit! Die DLRG fördert hiermit aktiv die wirtschaftlichen und touristischen Interessen der jeweiligen Kurverwaltungen. Dieses stellte der Landesverbandspräsident der DLRG Niedersachsen, Hans-Jürgen Müller, auf einer Sitzung der DLRG in Bad Nenndorf fest, auf der er das Konzept „Bewachter Strand“ vorstellte.

Weil dieses von Urlaubern auch so wahrgenommen wird, hat sich als Gast zur offiziellen Wachsaisoneröffnung der niedersächsischen Rettungsschwimmer und Zertifizierung der vier Borkumer Strände auch der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr – Dr. Philipp Rösler – angekündigt.

Traditionsgemäß führen die ortsansässigen DLRG-Ortsgruppen den Rettungswachdienst durch. Oft reichen aber die Kräfte nicht aus, um die gesamte Saison von April bis Oktober abzudecken. In diesen Fällen wird die zentrale Einsatzleitung des DLRG-Landesverbandes Niedersachsen tätig und organisiert Rettungsschwimmer aus dem gesamten Bundesgebiet.

Am Sonntag, 3. Mai 2009, ist es dann wieder soweit: Die DLRG-Wachsaison 2009 wird auf Borkum offiziell eröffnet. Innerhalb dieser Veranstaltung wird im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Hotel „VierJahresZeiten“ durch den Präsidenten der ILSE – International Life Saving Federation of Europe – und DLRG-Präsidenten, Dr. Klaus Wilkens, im Beisein von Dr. Philipp Rösler den Borkumern das Prädikat „Bewachter Strand“ zuerkannt.

Die vier Strände der größten Ostfriesischen Insel wurden bereits im vergangenen Jahr durch Spezialisten der ILSE einer Gefahrenanalyse unterzogen. Im Rahmen eines so genannten „Risk Assessments“ wurden die Strände genau auf Gefahrenpunkte analysiert. Über die Wintermonate konnten Schwachstellen noch beseitigt werden. Da diese Gefahrenanalyse für alle Borkumer-Strände positiv ausgefallen ist, wird jetzt das Prädikat „Lifeguarded Beach/Bewachter Strand“ – Weltnorm ISO20712 – verliehen. Dieses wird nach außen hin durch eine rote Flagge mit dem Kopf eines Rettungsschwimmers symbolisiert. Bereits die Ostseestrände von Scharbeutz und Sierksdorf dürfen die Flagge als einzige in Deutschland führen. Jetzt folgt Borkum noch.

Die DLRG wird im Rahmen einer Ausstellung und einer Rettungsübung am Nordstrand von Borkum ihre Schlagkräftigkeit im Kampf gegen den Ertrinkungstod unter Beweis stellen.

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