Berlin: Zweimal Feueralarm am Sonntagmorgen


Berlin (BF/rd.de) – Gleich zweimal mussten die Kräfte der Berliner Feuerwehr am Sonntagmorgen ausrücken, um Feuer in Mehrfamilienhäusern zu löschen. In einem Fall kam die Hilfe aber zu spät: ein Mensch konnte nur noch tot geborgen werden.

Um 06:21 Uhr rückte die Berliner Feuerwehr zum ersten der beiden Einsatz mit über 40 Einsatzkräften aus. Im Prenzlauer Berg brannten Möbel und Gerümpel in einem Abstellraum von zirka 30 Quadratmeter Grundfläche. Der Raum befand sich im Erdgeschoss eines siebengeschossigen Wohngebäudes. Durch die starke Rauchentwicklung verqualmte das gesamte Treppenhaus bis zum sechsten Obergeschoss.

Mehrere Mieter öffneten ihre Wohnungstüren, wodurch Rauch in ihre Wohnungen drang. Die Feuerwehr musste daraufhin eine Menschenrettung einleiten. Insgesamt wurden alle 25 Bewohner des Gebäudes durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht, davon 14 Menschen über Drehleitern.

Alle Betroffenen wurden medizinisch betreut und anschließend in einer von der BVG bereitgestellten Straßenbahn untergebracht. Ein Feuerwehrmann zog sich bei den Rettungsarbeiten eine leichte Rauchgasvergiftung zu. Er wurde vor Ort von einem Notarzt behandelt.

Um 10:56 Uhr folgte dann der zweite Brandalarm, diesmal in Neukölln. Hierbei kam ein Mensch ums Leben. Er konnte von den Einsatzkräften der Feuerwehr nur noch tot aus seiner Wohnung geborgen werden. Es brannte in einer 75 Quadratmeter großen Wohnung im zweiten Obergeschoss sowie im Treppenraum bis zum vierten Obergeschoss.
Bereits vor Eintreffen der Feuerwehr flüchteten einige Bewohner des fünfgeschossigen Wohnhauses über das Dach in ein Nachbargebäude. 23 Bewohner wurden durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Neun davon mussten über Drehleitern gerettet werden.

Alle Betroffenen wurden vor Ort von einem Notarzt behandelt, 15 davon mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Der Rettungsdienst war mit zwei Notarzt-Einsatzfahrzeugen und sieben Rettungswagen vor Ort.

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