Berlin: Einsturz auf Bahnhofsbaustelle


Berlin (BF) – Im Rahmen von Umbauarbeiten in einem S-Bahnhof in Berlin-Karlshorst kam es am Samstag (12.10.2013) zu einem schweren Arbeitsunfall.

Bauarbeiter versuchten, ein zehn Meter langes Brückenteil in die rund sieben Meter hohe Lichtkuppel der Bahnhofshalle einzubauen. Dazu hievten sie die etwa sieben Tonnen schwere Stahlkonstruktion mit Kettenzügen, die an galgenähnlichen Krankonstruktionen befestigt waren, in die Höhe. Während der Arbeiten knickte plötzlich eine dieser Kräne ein. Die Stahlkonstruktion stürzte fünf Meter tief zu Boden, während sie auf der anderen Seite am Widerlager hängen blieb.

Zwei Arbeiter wurden mit in die Tiefe gerissen und erlitten schwere Verletzungen. Sie wurden nach notärztlicher Versorgung mit zwei Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen. Hier erlag ein Arbeiter später seinen schweren Verletzungen. Ein weiterer Arbeiter erlitt leichte Verletzungen.

Von der Feuerwehr wurden Erstmaßnahmen zur Sicherung gegen weiteren Einsturz vorgenommen. Um Erschütterungen zu vermeiden, wurde der S- und Fernbahnverkehr komplett eingestellt.

Mit einem Verbau aus Holz und Erdankern wurde vom Technischen Hilfswerk die Brücke gegen weiteres Wegrutschen gesichert. Ein Ingenieur des Eisenbahnbundesamtes inspizierte die Lage. Er bestätigte die korrekten Sicherungsmaßnahmen. Die Streckensperrung der Fernbahn konnte daraufhin aufgehoben, die Baumaßnahmen schrittweise wieder aufgenommen werden.

Der Berliner Rettungsdienst war mit vier RTW, zwei NEF sowie je einem RTH und ITH vor Ort.

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