7. Dezember 2013: „Tag des brandverletzten Kindes“


Norderstedt (pm) – Unter dem Motto „Vorsicht Heiß“ ruft Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder – am Samstag 7. Dezember 2013, zum diesjährigen „Tag des brandverletzten Kindes“ auf.

Der bundesweite Aktionstag soll ganz besonders auf „heiße Gefahren“ aufmerksam machen. Außerdem soll gezeigt werden, wie wichtig es ist, dass Eltern sich die Gefahren im häuslichen Umfeld bewusst machen.

Kleine Kinder müssen schon frühzeitig lernen, dass der Ausruf „Vorsicht, heiß!“ bedeutet, dass etwas gefährlich ist. Jährlich werden allein in Deutschland mehr als 30.000 Kinder wegen Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich behandelt. Die meisten dieser Kinder sind fünf Jahre und jünger und haben eine Verbrühung mit heißen Flüssigkeiten erlitten.

„Vorsicht, heiß!“ bezieht auch die stark gestiegene Zahl der Kontaktverbrennungen an den Händen bei Kleinkindern durch Kaminöfen. „Eine verbrannte Handinnenfläche ist eine vergleichsweise kleine Fläche, die jedoch eine komplizierte Behandlung nach sich zieht“, so Professor Dr. Dr. Bert Reichert, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin und Chefarzt der Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie am Klinikum Nürnberg Süd. „Die Narben an der Hand wachsen nicht mit und ziehen sich zusammen, daher müssen diese Kinder immer wieder operiert werden.“

Experten schätzen, dass man durch Prävention 60 Prozent aller Unfälle vermeiden könnte. „Es ist ganz wichtig, dass Kleinkinder, sobald sie mobil werden, lernen, was es bedeutet, wenn etwas gefährlich heiß ist“, fordert Adelheid Gottwald, Vorsitzende des Vereins Paulinchen. „Eltern sollten die Gefahren im häuslichen Umfeld kennen und die Sicherheitsmaßnahmen immer wieder der sich ständig vergrößernden Reichweite ihrer Kinder anpassen.“

In ganz Deutschland finden zum „Tag des brandverletzten Kindes“ Aktionen statt. Partner sind unter anderem Kliniken, Praxen, Apotheken, Sanitätshäuser, Feuerwehren und Kindergärten.

Alle Informationen und einen Aktionskalender gibt es auf der Website www.tag-des-brandverletzten-kindes.de.

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