19-Jähriger gerät in den Gegenverkehr


anger1Anger (BRK/ml) – Bei einem schweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Autos sind am Mittwochnachmittag auf der Staatsstraße 2103 auf Höhe der Abzweigung zum Steinhögl vier Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Ein 19-Jähriger war mit seinem VW Golf in den Gegenverkehr geraten und mit zwei Autos zusammengestoßen.

Der Unfall ereignete sich gegen 15.50 Uhr. Den bisherigen Ermittlungen der Reichenhaller Polizei zufolge fuhr ein 19-jähriger aus dem Landkreis Traunstein mit seinem roten VW Golf auf der Staatsstraße 2103 in Richtung Teisendorf. Kurz nach dem Ortsausgang von Anger streifte er den entgegenkommenden Scoda Octavia eines 49-jährigen Pidingers und krachte anschließend frontal in den Hyundai eines 51-Jährigen aus Rheinland Pfalz.

Die beteiligten und weitere hinzukommende Verkehrsteilnehmer leisteten sofort Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab, woraufhin die Leitstelle Traunstein um 15.53 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Anger und Ainring sowie das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen und dem Reichenhaller Notarzt alarmierte. Als die Einsatzkräfte vor Ort feststellten, dass insgesamt vier Menschen verletzt wurden, forderten sie drei weitere Rettungswagen nach.

Der 19-jährige mutmaßliche Unfallverursacher erlitt schwere Verletzungen an den Beinen und wurde in seinem Wagen eingeklemmt. Er musste mit dem hydraulischen Rettungssatz befreit werden, wobei die Feuerwehr für eine schonende Rettung unter anderem auch das Autodach entfernte. Die Einsatzkräfte mussten Planen über dem Autowrack aufspannen, da während der medizinischen Versorgung durch das Notarztteam des Roten Kreuzes ein Platzregen niederging. Der gleichaltrige Beifahrer kam mit leichten Verletzungen an der Hand davon. Der 51-jährige Pfälzer erlitt schwere Verletzungen. Alle drei Patienten mussten vom Roten Kreuz zur weiteren Behandlung in die Unfallchirurgie der Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht werden. Der nach erster Einschätzung nur leicht verletzte 49-jährige Pidinger wurde vor Ort notärztlich versorgt, verweigerte aber den Transport ins Krankenhaus.

20 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Anger und Ainring waren mit drei Fahrzeugen vor Ort; sie kümmerten sich um die technische Rettung des eingeklemmten 19-Jährigen, stellten den Brandschutz sicher, regelten den Verkehr und reinigten die Fahrbahn. Das Rote Kreuz war mit fünf Fahrzeugen, neun Rettungsassistenten und einem Notarzt im Einsatz. Nach Polizeiangaben entstand insgesamt ein Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Euro. Da alle Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit waren, mussten sie abgeschleppt werden. Die Staatsstraße war für rund eineinhalb Stunden total gesperrt, wobei die Feuerwehr den restlichen Verkehr lokal umleitete.

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