Silvester-Bilanz: ungewöhnlich viele Brände


Bremen (rd.de) – Wie in den Vorjahren waren Rettungsdienst und Feuerwehr in der Silvesternacht wieder stark gefordert. Auffällig war dabei, dass es ungewöhnlich häufig Brände waren, die die Einsatzkräfte auf den Plan riefen.

In Köln registrierte die Berufsfeuerwehr in den 24 Stunden vom 31. Dezember 2012, 8 Uhr, bis zum Neujahrsmorgen 2013 um 8 Uhr insgesamt 720 Einsätze – 574 Rettungsdienst- und 146 Feuerwehreinsätze. Allein zwischen 0 und 1 Uhr musste die Feuerwehr zu 48 Brandeinsätzen ausrücken. Um 0.09 Uhr gerieten zwei Feiernde in das Hafenbecken des Rheinauhafens und lösten einen größeren Rettungseinsatz aus. Noch vor dem schnellen Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte konnten sie sich aber selbst unverletzt an Land retten.

In Berlin wurde die Feuerwehr zwischen dem 31. Dezember 2012, 19 Uhr, und dem 1. Januar 2013, 6 Uhr, zu insgesamt 607 Bränden gerufen. Das entspricht einer Zunahme um fast 53 Prozent gegenüber 2011/2012. Die Notfallrettungseinsätze stagnierten mit 1085 medizinischen Notfällen auf hohem Niveau. Auch diesmal erlitten einige Personen wieder schwere Amputationsverletzungen durch Feuerwerkskörper. Laut BF Berlin mussten mindestens vier Personen mit abgetrennten Fingern in Krankenhäuser gebracht werden. Bei der Party am Brandenburger Tor benötigten 332 Personen die Hilfe durch den Sanitätsdienst.

In München hielt sich die Zahl der Rettungsdiensteinsätze mit 819 auf dem Niveau vom Vorjahr (879). In Pasing erlitt ein Mann schwere Brandverletzungen, als er versuchte, ein Rechaud mit Spiritus zu befüllen. Durch einen Balkonbrand in Moosach erlitten eine Frau und ein Mann Rauchvergiftungen und mussten in eine Klinik gebracht werden.

Auf einem Campingplatz in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen (Bayern) wurde ein Jugendlicher von einer Silvesterrakete im Gesicht getroffen. Die Abschussbatterie war umgefallen und hatte die Rakete auf den Jugendlichen gelenkt. Er wurde am Auge verletzt und musste in einer Klinik behandelt werden.

(01.01.2013)

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