Mobile Isolierstation


Hader)Essenbach (rd.de) – Der Desinfektor und Ingenieur Georg Hader aus Essenbach hat eine moderne, mobile Isolierstation entwickelt. In Zeiten einer zunehmenden Bedrohung der Verschleppung gefährlicher Infektionskrankheiten, fällt es leicht, diesem System Marktchancen einzuräumen.

„Das System richtet sich an alle, die in Zukunft mit dem Infektionsschutz zu tun haben werden“, erklärt Dipl. Ing Georg Hader. Gefahrenpunkte gibt es genug: An Überseehäfen, Flughäfen, aber auch an Schulen; wo immer schwere Infektionskrankheiten auftreten können, die es notwendig machen, einzelne Patienten zu isolieren, kann die mobile Insolierstation aufgebaut werden.

„Es ist doch so, es gibt zu wenig Infektionsschutzfahrzeuge und die deutschen Kompetenzzentren für Infektionskrankheiten liegen zum Teil weit auseinander“, weiß Hader und seine Lösung füllt genau diese Versorgungslücke. Die mobile Isolierstation AiS-BIC kann abzüglich der Transportzeit zum Einsatzort binnen 20 Minuten betriebsfertig aufgebaut werden.

Hader)Die AiS-BIC besteht aus zwei aufblasbaren Zelteinheiten, nämlich der Luftschleuse mit angrenzender Desinfektionskabine und dem eigentlichen Behandlungsraum. Neben den Gebläse zur Füllung der Zeltstruktur, gehört eine Unterdruckbelüftungseinheit mit integriertem HEPA-Mikro-Schwebstofffilter, die Desinfektionstechnik und der Gitterboden zur betriebsbereiten Isolierstation. „Die Teile für die mobile Isoliereinheit werden in Frankreich und Litauen gebaut, während die Desinfektionstechnik aus Deutschland stammt. Alle Komponenten werden durch uns in Deutschland zusammengebaut.“

Binnen 20 Minuten ensteht ein Behandlungsraum in der Innengröße von 3,39 x 6,4 m (ca. 17,4 qm) und der Schleusen/Duschen-Bereich mit 2,50 x 1,25 m. Die Höhe der Zeltkonstruktion beträgt maximal 2,67 Meter. Die deutschen Bauplanungsempfehlungen für Krankenhäuser sehen in den Behandlungsbereichen eine Geschoßhöhe von 4,50 m und in Pflegebereichen von 3,50 m vor. Somit lässt sich jedes konventionelle Krankenhaus mit der mobilen Isoliereinheit um ein sicheres Infektionsbett aufrüsten.

Die Universitätsklinik in Hamburg Eppendorf (UKE) verfügt über ein solches Isoliersystem und es befand sich zur Behandlung des Krim-Kongo-Fiebers bereits im Echteinsatz. Die Kosten für das Isolierbett der mobilen Lösung, liegt bei etwa 30.000 Euro, rechnet Hader vor; ein Bruchteil der Summe, die beim Bau eines Krankenhauses für ein Isolierbett veranschlagt werden muss. Auch in Wien und Zürich hat man bereits solche Isoliereinheiten geordert.

Kontakt:
Dipl. Ing (FH) Georg Hader
Staatlich geprüfter Desinfektor
Arberstrasse 8
84051 Essenbach
Tel.: 08703 938869
E Mail: georghader@web.de

(Fotos: Dipl.-Ing. Georg Hader)

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