Malteser: QM-System auch fürs Ehrenamt


Köln (MHD) – Seit 1998 haben die Malteser ein bundesweit einheitliches Qualitätsmanagementsystem im Rettungsdienst aufgebaut. An der Akademie Schloss Raesfeld im westlichen Münsterland fiel jetzt der Startschuss für die Einführung dieses Qualitätsmanagementsystems für Rettungswachen auch im Malteser-Ehrenamt.

„Unser QM-System hat sich in den vergangenen 15 Jahren bewährt“, unterstreicht Hans-Gerd Achnitz, Leiter Rettungsdienst der Malteser-Landesgeschäftsstelle NRW (Köln). Auch die Kollegen aus dem Ehrenamt werde es entlasten und die Qualität erhöhen. Ein QM-System sei nach Meinung von Achnitz kein bürokratisches Monster, sondern ein Instrument, um den Überblick nicht zu verlieren.

Zum Auftakt des Einführungsprozesses in NRW konnte Achnitz neben 20 ehrenamtlichen Führungskräften aus aus den Bistümern Münster und Paderborn auch Markus Bensmann, Leiter Rettungsdienst der Malteser in Deutschland, begrüßen. Bensmann erläuterte den Ehrenamtlichen die Grundzüge des Malteser-QM-Systems und vor allem die Vorteile.

„Natürlich geht es jetzt in der Anfangsphase erst einmal darum, möglichen Vorurteilen oder auch Ängsten zu begegnen, die mit der Einführung dieses Systems verbunden sind“, weiß Achnitz. Aber dieses System diene auch dem Schutz der Helfer.

Vorteile hätten Mitarbeiter, Patienten und Kunden überzeugt

Bensmann versuchte, an den beiden Schulungstagen Bedenken und Vorbehalte auszuräumen. Sehr detailliert ging er auf den Zweck, die Entstehung des Systems und vor allem die positiven Entwicklungen an den mittlerweile 201 hauptamtlichen Rettungsdiensts-Standorten ein. „Im Hauptamt leben wir mittlerweile dieses System“, so Bensmann. Die Vorteile hätten die Mitarbeiter, Patienten und Kunden überzeugt.

Da die meisten ehrenamtlichen Führungskräfte noch keine Berührungspunkte mit dem QM-System der Malteser hatten, erläuterte Bensmann das Arbeiten im System. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen gäbe es einen reichhaltigen Fundus an Unterlagen, die die Arbeit erleichtern würden. Mit dem QM-Handbuch stünde den Maltesern ein bewährtes Nachschlagewerk zur Verfügung. Die Unterstützung der hauptamtlichen Kollegen sie sichergestellt.

„Da wir wissen, dass das Zeitbudget unserer ehrenamtlichen Malteser begrenzt ist und dieses System nicht über Nacht eingeführt werden kann, sollen für diese Einführung drei Jahre zur Verfügung stehen“, gibt Bensmann den Zeitplan vor. 2016 sollen dann die ersten Überprüfungen (Audits) stattfinden.

(Foto: Malteser)

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